Armbrustschütze soll auch Nachbarin getötet haben 

Dortmund - Ein 39 Jahre alter Mann, der am 28. September in Dortmund mit einer Armbrust auf seinen Nachbarn geschossen hat, steht im Verdacht, eine Frau aus demselben Haus umgebracht haben.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde die Leiche der 44-Jährigen am Montag in einem Keller des Wohnhauses gefunden, in dem der Tatverdächtige lebt. Die Tote wurde in einem mit Mobiliar sowie Gerümpel zugestellten und mit mehreren Schlössern gesicherten Keller entdeckt. Sie hat eine Stichverletzung. Ob diese Verletzung durch einen Schuss aus einer Armbrust verursacht wurde, wollte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Dortmund zunächst nicht sagen.

Die Frau war seit dem 23. September vermisst worden. Der 39-Jährige befindet sich vergangenem Freitag in Untersuchungshaft. Er soll bei einem Streit mit der Armbrust auf seinen 26 Jahre alten Nachbarn geschossen haben. Ein Pfeil traf die Schläfe am Kopf. Der Tatverdächtige flüchtete zunächst, konnte jedoch drei Tage später in Waltrop festgenommen werden. Der Beschuldigte kam wegen Mordversuchs in U-Haft. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden kann eine psychische Erkrankung des Mannes nicht ausgeschlossen werden. Der Mann soll nun zu dem Leichenfund und dem mutmaßlichen Tötungsdelikt befragt werden. Die Ermittlungen dauern an. Wie es weiter hieß, wurde mittlerweile auch die Armbrust sichergestellt. Sie fand sich in einem weiteren Keller.

dapd

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