Epizentrum bei Straßburg

Erdbeben-Welle: Nächtliches Beben in Baden-Württemberg schreckt erneut Anwohner auf

Das Zentrum des Erbebens auf der Schwäbischen Alb ist mit einem roten Kreis markiert.
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Das Erbeben auf der Schwäbischen Alb war in weiten Teilen Baden-Württembergs zu spüren.

Erst am Dienstag schreckte ein Erdbeben auf der Schwäbischen Alb zahlreiche Einwohner auf. Jetzt bebte die Erde in Baden-Württemberg erneut - die Menschen sind besorgt.

Update, 4. Dezember, 16:00 Uhr: In Baden-Württemberg konnte am Freitagmorgen erneut ein Erdbeben wahrgenommen werden. Dabei lag das Epizentrum in Frankreich, rund 20 Kilometer nördlich von Straßburg. Trotzdem riefen hunderte besorgte Menschen beim Landeserdbebendienst des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Baden-Württemberg an.

Die meisten Meldungen kamen laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) aus der Ortenau. Das Beben bei Straßburg hatte mit einem Wert von 3,6 eine ähnliche Stärke wie das in Süddeutschland. Die Erschütterung war allerdings nicht natürlichen Ursprungs. Auslöser war wohl Geothermie, also die Nutzung von heißem Tiefenwasser als Energiequelle.

Nächtliches Erdbeben in Baden-Württemberg reißt Anwohner aus dem Schlaf

Ursprungsmeldung vom 1. August: Stuttgart/Burladingen - Die Region um die Landeshauptstadt Stuttgart (BW24* berichtete) ist nicht gerade für Erdbeben, Hurrikans oder andere extreme Naturphänomene bekannt. Auf der Schwäbischen Alb kommt es jedoch immer wieder mal zu kleineren Beben, die oftmals jedoch keine Auswirkungen auf den Rest von Baden-Württemberg haben. Ein Erdbeben in der Nacht auf Dienstag war nun jedoch auch in Stuttgart und Tübingen zu spüren, wie zahlreiche Twitter-Kommentare belegen.

Steht noch alles in Stuttgart?

Nutzer auf Twitter

Erst kürzlich löste ein Kraftwerk nahe Baden-Württemberg ein Erdbeben aus*. Das Beben war in der Nähe von Straßburg und auch in sehr schwacher Form an der Grenze zu Baden-Württemberg zu spüren. Das Zentrum für das Beben auf der Schwäbischen Alb lag laut dem Erdbebendienst Südwest westlich von Burladingen (Zollernalbkreis). Mit einer Stärke von 3,7 ist es als „mäßig starkes“ Erdbeben einzuordnen. Es war jedoch deutlich spürbar, wie schwaebische.de berichtet.

Erdbeben in Baden-Württemberg: Lagezentrum erhielt mehrere besorgte Anrufe

Das Lagezentrum des Innenministeriums berichtete von mehreren besorgten Anrufen gegen 0:25 Uhr am frühen Dienstagmorgen. Es sei auch ein Riss in der Straße gemeldet worden, habe nach den ersten Informationen jedoch keine Schäden oder Verletzte gegeben. Auf der Schwäbischen Alb gibt es immer wieder leichte Beben, dieses war jedoch in der Region deutlich spürbar. „Erdbeben in Süddeutschland? Um 0:25 Uhr oder so hats mich fast vom Sofa gehauen“, berichtet ein Nutzer aus Tübingen über Twitter. „Erdbeben bei Albstadt, ziemlich heftig diesmal“, bestätigt eine weitere Userin.

Auch in Stuttgart sei das Erbeben zu spüren gewesen, wie t-online.de berichtete. Das Beben habe jedoch nicht dazu geführt, dass die Anwohner aus dem Schlaf gerissen wurden. In Tübingen sei das jedoch der Fall gewesen. „Zum ersten Mal bewusst ein Erdbeben erlebt! Heute Nacht gegen halb 1 in Tübingen. War ich wohl nicht die Einzige!“, schrieb eine Userin auf Twitter.

Erdbeben in Baden-Württemberg: Twitter-Community reagiert auf nächtliche Erschütterungen

Das nächtliche Erdbeben in Baden-Württemberg geschah ausgerechnet in der Nacht zum 1. Dezember, was einige Nutzer auf Twitter zu Kommentaren über einen möglichen Zusammenhang inspirierte. „So das 2020-Katastrophen-Bingo geht in den Endspurt. Wer hatte „Erbeben in Deutschland“ für Dezember?“, fragte ein Nutzer. „Der Adventskalender des Jahres 2020 beginnt mit einem Erdbeben in Süddeutschland. Ich freue mich auf die nächsten 23 Türchen“, schrieb ein weiterer.

Ein Nutzer malte nach dem Erdbeben in Baden-Württemberg dagegen ein düsteres Bild für den Rest des Jahres. „Kurz nach Mitternacht gab‘s ein Erdbeben auf der Schwäbischen Alb. Was hält 2020 noch bereit?“, fragt er und liefert auch gleich mehrere Vorschläge: „ Tsunami auf dem Bodensee? Vulkanausbruch in Fulda? Taifun in Trier? Blizzard in Bielefeld? Hurrikan im Harz? Blackout in Bochum?“

Ein Nutzer verwendet das Erbeben dagegen für ein ganz anderes Statement und setzt es in Bezug zu dem umstrittenen Megaprojekt Stuttgart 21*. „Nach [dem] Erdbeben in der Nähe von Stuttgart: Ingenieure von Stuttgart 21 machen tektonische Plattenverschiebung für ihre Inkompetenz verantwortlich“, schrieb er. Festzuhalten ist, dass das Beben weit über die Grenzen der Schwäbischen Alb zu spüren war. „Schnee und Erdbeben: 2020 leitet den Final Countdown ein“, schrieb ein User auf Twitter. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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