Bangladesch: Tote und 200 Vermisste nach Fährunglück 

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Helfer suchen nach Überlebenden nach dem Fährunglück in Bangladesh

Dhaka - Das Unglück geschah mitten in der Nacht. Die meisten Passagiere dürften geschlafen haben, als ihre Fähre auf dem Weg nach Dhaka kenterte und sank.

Nach dem Fährunglück in Bangladesh haben Arbeiter am Mittwoch mit der Bergung des Wracks begonnen. Mit etwa 200 Personen an Bord war das Schiff am Tag zuvor auf dem Fluss Meghna südlich der Hauptstadt Dhaka mit einem Frachter zusammengestoßen und gekentert. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf 76.

Anwohner hätten im Fluss zahlreiche weitere Leichen entdeckt, nachdem Taucher bereits 31 Tote aus dem untergegangenen Wrack des Schiffs geborgen hätten, teilte ein Sprecher der Rettungskräfte am Mittwoch mit. Unter den Toten seien Frauen und Kinder. Weitere 40 Personen hätten sich selbst ans Ufer retten können, meldete die Zeitung Prothom Alo. Nach Polizeiangaben wurden 35 Menschen gerettet.

Tausende Menschen suchten nach Vermissten

Ein Passagier namens Liton Mia sagte der Zeitung, einige kleine Boote seien zur Hilfe gekommen. Er schätzte die Zahl der Überlebenden auf etwa 50. Ein Polizeisprecher sagte, mehrere tausend Menschen hätten sich am Ufer in der Nähe des Unfallorts versammelt, um ihre vermissten Angehörigen und Freunde zu suchen.

Zwei Bergungsschiffe hievten das Wrack am späten Morgen an die Wasseroberfläche und bugsierten es in Richtung Ufer. Die Zahl der Toten werde mit der Bergung des Wracks steigen, da befürchtet werde, dass viele Menschen in dem Schiff eingeschlossen worden seien, sagte der örtliche Polizeichef Shahabuddin Khan.

Die Regierung kündigte eine Entschädigung für Angehörige der Opfer an und leitete eine Untersuchung ein. Zu dem nächtlichen Zusammenprall kam es etwa 60 Kilometer südlich von Dhaka. In Bangladesch passieren wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen immer wieder schwere Schiffsunglücke.

Im vergangenen April waren ebenfalls auf dem Fluss Meghna Dutzende Menschen ertrunken, als eine Fähre rund 80 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Dhaka auf ein Schiffswrack auffuhr und sank. Ende 2010 waren bei drei Fährunglücken binnen eines Monats mehr als 160 Menschen gestorben.

dpa

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