Massive Verspätungen

Berlin: Bombenfund legt Bahnverkehr lahm

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Eine russische Weltkriegsbombe liegt am 03.04.2013 in Berlin nach der Entschärfung nahe dem Berliner Hauptbahnhof in einem Transporter.

Berlin - Am Berliner Hauptbahnhof ist eine 100 Kilo schwere Bombe gefunden worden. Für die Entschärfung des Blindgängers wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Es kam zu massiven Behinderungen.

Polizisten sperren am 03.04.2013 in Berlin nach einem Bombenfund die Perleberger Straße ab.

Sprengmeister haben eine Weltkriegsbombe nahe dem Berliner Hauptbahnhof entschärft. Die Experten konnten den Zünder der russischen 100-Kilogramm-Bombe am Mittwoch mechanisch entfernen, wie ein Polizeisprecher berichtete. Der Fund des Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg und die nötigen Sperrungen sorgten für erhebliche Verkehrsprobleme in der Hauptstadt. Nach Angaben der Deutschen Bahn waren Tausende Bahnreisende von Umleitungen und Verspätungen betroffen. Mehrere Regionalexpresslinien fielen auch ganz aus. Auch die Straßen rund um den Bomben-Fundort waren gesperrt und Häuser evakuiert worden. Und sogar der Schiffsverkehr auf dem Kanal zwischen Berlin und Spandau wurde vorübergehend gestoppt.

Die Deutsche Bahn leitete bis zu 50 Züge um. Der S-Bahn-Verkehr war nicht von Einschränkungen betroffen. Viele Reisende hätten jedoch gelassen reagiert, so der Bahnsprecher weiter. Zusätzliche Mitarbeiter informierten über die Situation. Am Bahnhof Südkreuz hielten Fernzüge nicht wie im normalen Bahnverkehr. Fahrgäste könnten erst an anderen Haltepunkten zusteigen.

Große Evakuierung: "Es wird an jede Tür geklopft oder geklingelt"

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes decken am 03.04.2013 in Berlin nach einem Bombenfund den Fundort mit einer Plane ab.

Die Fliegerbombe war am Dienstag nahe dem Hauptbahnhof bei Bauarbeiten entdeckt worden. Am Mittwoch wurde eine Sicherheitszone im Umkreis von bis zu 400 Metern gezogen. Einsatzkräfte brachten rund 840 Menschen in Sicherheit. Von 10 Uhr an hatte die Polizei Bewohner in benachbarten Straßen aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. „Es wird an jede Tür geklopft oder geklingelt“, sagte ein Sprecher. Die Polizei rechnete damit, dass Bewohner am Nachmittag wieder zurück in ihre Häuser können. Auch der Verkehr sollte dann wieder normal laufen.

Eine russische Weltkriegsbombe liegt am 03.04.2013 in Berlin nach der Entschärfung nahe dem Berliner Hauptbahnhof in einem Transporter.

Die Bombenentschärfung hat auch Auswirkungen auf den Flughafen Tegel. Für etwa eine halbe Stunde durften dort am Mittwoch sicherheitshalber keine Flugzeuge landen, wie Flughafensprecher Lars Wagner mitteilte. Betroffen waren 15 bis 20 Maschinen.

Bombenfund am Berliner Hauptbahnhof - Bilder

Bombenfund am Berliner Hauptbahnhof - Bilder

dpa

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