Tödlicher Glaube

„Teufelsaustreibung“: Ehemann und „Wunderheiler“ quälen 22-Jährige zu Tode 

„Teufelsaustreibung“ in Berlin: 22-Jährige von Ehemann zu Tode „behandelt“ (Symbolfoto).
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„Teufelsaustreibung“ in Berlin: 22-Jährige von Ehemann zu Tode „behandelt“ (Symbolfoto).

Eine 22-jährige Frau ist tot. Die Anklageschrift der Berliner Staatsanwaltschaft erschüttert. Die junge Frau soll das Opfer einer „Teufelsaustreibung“ geworden sein.

  • Eine 22-jährige Frau ist das Todesopfer einer „Teufelsaustreibung“ geworden. 
  • Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Ehemann des Opfers und drei weiteren Personen erhoben.
  • Die Details der Tat sind erschütternd. 

Berlin - Ihr Ehemann, ihre Schwiegereltern und ein „islamischer Wunderheiler“ haben Nesma M. zu Tode gequält. Die vier Beschuldigten sollen ihr Opfer gezwungen haben, Wasser mit einer Dosis Kochsalz zu trinken. Die 22-Jährige soll an den Folgen dieser Behandlung gestorben sein.

Berlin: Junge Frau Opfer von „Teufelsaustreibung“

Die Berliner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten die Kinderlosigkeit der jungen Frau mit einer „Salzwasserkur zur Teufelsaustreibung“ im Winter 2015 „behandeln“ wollten. Wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge haben die Ermittler am Dienstag Anklage gegen drei Männer (im Alter zwischen 34 und 58 Jahren) und eine Frau (57) erhoben.

Tödliche Folgen der „Salzwasserkur“ - Prozess in Berlin

Den Ermittlern zufolge soll die Frau an einer Gerinnungsstörung und einem fiebrigen Infekt gelitten haben. Demnach starb sie am 7. Dezember 2015 nach erfolglosen Reanimationsversuchen an einer beidseitigen Lungenarterienembolie und einem Hirnödem im Krankenhaus.

Die Nachfrage nach Teufelsaustreibern ist groß, gerade in Italien. Doch es gab schon ein Problem mit dem Nachwuchs, wie Teilnehmer bei einem Treffen katholischer Exorzisten beklagen.

Ein Exorzismus-Fall erschütterte 2015 Deutschland, wie tz.de* berichtete. Fünf Menschen sollen eine Frau (41) bei einer angeblichen Teufelsaustreibung in Frankfurt getötet haben.

ml

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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