Schockierende Taten

Mutter (47) ließ Kind gegen Geld vergewaltigen - Festnahmen

Unfassbares Verbrechen: Eine Mutter hat ihren neunjährigen Sohn gegen Geld offenbar mehrfach vergewaltigen lassen. Jetzt schlugen die Ermittler zu.

Freiburg - Baden-württembergische Ermittler haben einen Pädophilenring im In- und Ausland zerschlagen und insgesamt acht Menschen festnehmen lassen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine 47 Jahre alte Frau, die ihren mittlerweile neun Jahre alten Sohn seit 2015 gegen Geld für sexuellen Missbrauch an andere Männer vermittelt haben und sich mit ihrem Lebensgefährten an solchen Taten beteiligt haben soll, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Freiburg sowie das Landeskriminalamt von Baden-Württemberg am Donnerstag mitteilten.

"In dieser Dimension ist mir kein vergleichbarer Fall in Baden-Württemberg in Erinnerung", sagt Horst Haug, Sprecher des Landeskriminalamts (LKA). Ohne den Hinweis eines anonym gebliebenen Zeugen könnte das spätestens im Jahr 2015 begonnene Leiden des Kinds womöglich noch andauern.

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Auch ein Soldat unter den Festgenommenen

Das neunjährige Kind befindet sich den Angaben zufolge inzwischen in staatlicher Obhut. Unter den Festgenommenen befindet sich auch ein 49 Jahre alter deutscher Soldat. Dieser sei am Standort der deutsch-französischen Brigade im Elsass festgenommen worden. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, handelt es sich in dem Komplex um den schwersten Fall des sexuellen Missbrauchs, der in Baden-Württemberg von der Ermittlungsbehörde bisher bearbeitet wurde.

Was die Ermittler seit dem anonymen Hinweis am 10. September aufdeckten, sprengte für viele der beteiligten Fahnder jeden Rahmen vergleichbarer Fälle. Die Mutter und ihr Freund sollen das Kind selbst bedroht, misshandelt und vergewaltigt haben. Zudem sollen sie den Jungen über das Internet an andere Männer für Vergewaltigungen verkauft haben - und zum Teil selbst daran beteiligt gewesen sein.

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Ermittler halten sich mit Details zurück

Die Ermittler halten sich derzeit noch mit vielen Details zu dem Fall zurück. So will ein Sprecher der Freiburger Staatsanwaltschaft sich nicht näher dazu äußern, ob die Inhaftierten bereits Geständnisse ablegten. "Sie machen teilweise Angaben", sagt Oberstaatsanwalt Michael Mächtel. Was sie sagten, wolle er in diesem Stadium des Verfahrens aber nicht berichten.

Auch zu dem Milieu, in dem sich die Taten ereigneten, gibt es zunächst keine Angaben. Die Mutter und ihr Partner sollen das Kind über das Internet international zur Vergewaltigung angeboten und vermittelt haben. Neben einem Verdächtigen aus dem Großraum Freiburg gibt es auch einen in Österreich lebenden Schweizer und einen Spanier, die sich an dem Kind vergangen haben sollen.

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Schleswig-Holsteiner reist mit Fesselutensilien an

Dass der grausame Fall ohne den anonymen Hinweis womöglich auch mit dem Tod des Jungen hätte enden können, zeigt eine weitere Festnahme. Anfang Oktober, als das Kind längst in Sicherheit war, reiste aus Schleswig-Holstein ein Mann nach Karlsruhe, um sich das Kind vermitteln zu lassen. Der Mann hatte vorher auch Tötungsfantasien im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch geäußert.

Als er von verdeckten Ermittlern gefasst wurde, entdeckten diese auch einen Rucksack mit Fesselutensilien. Der Mann sitzt inzwischen als einer von insgesamt acht Tatverdächtigen in Untersuchungshaft.

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afp

Rubriklistenbild: © Symbolbild / dpa

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