Er hat nicht mal einen Schulabschluss

Inhaftierter Breivik will Politik studieren

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Anders Behring Breivik will jetzt studieren

Oslo - Der verurteilte norwegische Rechtsextremist Anders Behring Breivik hat sich an der Universität in Oslo um ein Politik-Studium beworben. Die Professoren kündigen schon jetzt Widerstand an.

Der verurteilte norwegische Attentäter Anders Behring Breivik will in Oslo Politikwissenschaften studieren. "Es stimmt, dass wir seine Bewerbung erhalten haben", sagte der Rektor der politikwissenschaftlichen Fakultät, Ole Petter Ottersen, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Er bestätigte damit einen Bericht des Fernsehsenders TV2 Nyhetkanalen. Ob die Bewerbung des inhaftierten Rechtsextremisten Erfolg haben werde, sei noch ungewiss, sagte Ottersen.

Grundsätzlich hätten Häftlinge in Norwegen die Möglichkeit zu studieren, führte der Fakultätschef aus. Die Rahmenbedingungen würden von der Gefängnisverwaltung bestimmt. "Es versteht sich von selbst, dass die Häftlinge keinen Zugang zum Campus erhalten, falls es Sicherheitsprobleme geben könnte", erläuterte Ottersen.

Professoren wollen jeglichen Kontakt mit Breivik verweigern

Breivik hatte in seiner Jugend die weiterführende Schule abgebrochen und sich stattdessen als Geschäftsmann versucht. Da ihm die Hochschulreife fehlt, kann er an einer Universität keinen Abschluss machen. Er hat aber die Möglichkeit, im Fernstudium verschiedene Kurse zu belegen. Breiviks Anwalt wollte sich zu der Angelegenheit nicht äußern.

Die Aussicht, den Rechtsextremisten möglicherweise als Studenten zu haben, sorgte laut TV2 Nyhetkanalen für Unruhe unter den Professoren der politikwissenschaftlichen Fakultät. Mehrere hätten erklärt, sie würden jede Form des Kontakts mit Breivik verweigern.

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Breivik hatte im Juli 2011 zunächst im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt Oslo mit einer Autobombe acht Menschen getötet und danach in einem Jugendlager der Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 Menschen erschossen. Am 24. August 2012 stufte ihn ein Gericht in Oslo als schuldfähig ein und verhängte die Höchststrafe von 21 Jahren Haft mit möglicher Verlängerung.

AFP

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