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Corona: Inzidenz im Freistaat sinkt weiter - doch Deutschlands Top-Hotspots noch immer in Bayern

Zahlreiche Menschen warten bei einer Sonderimpfaktion auf ihre Impfung.
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Sonderimpfaktionen, bei denen sich Personen ohne Priorisierung impfen lassen können, nehmen zu.

Die Inzidenz in Bayern sinkt immer weiter. Dennoch liegen Deutschlands Top-Hotspots noch immer im Freistaat. Alle News im Ticker für Bayern.

  • Die Corona*-Lage in Bayern scheint sich zu entspannen.
  • Immer mehr Sonder-Impfaktionen ermöglichen schnelle Impfungen bestimmter Berufsgruppen (Update vom 15. Mai, 20.52 Uhr)
  • Deutschlands Top-Hotspots liegen allerdings weiter im Freistaat. (Update vom 16. Mai, 7.22 Uhr)
  • Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen rund um das Coronavirus in Bayern lesen sie hier.

Update vom 16. Mai, 7.22 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Bayern liegt am Sonntag bei 82,5 und somit knapp unter der bundesweiten Marke von 83,1 (RKI, Stand: 16.5, 3.10 Uhr). Es wurden 1521 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden registriert sowie neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Dennoch liegen die zwei Top-Hotspots der Pandemie derzeit in Bayern: Die Stadt Coburg mit einer Inzidenz von 245,9 sowie die Stadt Schweinfurt mit einer Inzidenz von 232,1. Die bayernweit niedrigste Inzidenz hat derzeit der Landkreis Würzburg mit einem Wert von 32 gefolgt von den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Landsberg am Lech mit jeweils 35,7.

In der Landeshauptstadt München liegt die Inzidenz am Sonntag bei 53,5 und somit wieder ein gutes Stück näher an der magischen 50er-Grenze.Wird diese einige Tage in Folge unterschritten, winken erneute Lockerungen der geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Update vom 15. Mai, 20.52 Uhr: Im Laufe der nächsten Woche wird die Impfpriorisierung in bayerischen Arztpraxen aufgehoben. Bislang waren lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson&Johnson davon befreit. „Die Ärzte kennen ihre Patienten und können am besten einschätzen, wer die Corona-Schutzimpfung am dringendsten braucht“, begründete Gesundheitsminister Holetschek die Entscheidung in der letzten Woche.

Corona in Bayern: Sonderimpfaktionen bieten neue Möglichkeiten - 190 Gastronomen lassen sich impfen

Zudem finden vermehrt auch immer wieder gesonderte Impfaktionen statt. In Ebersberg standen am Samstag zahlreiche Impfwillige an, um bei einer solchen Aktion ihre Erstimpfung zu erhalten. Auch Fürth organisierte eine Impfaktion - für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, berichtet br24.

Mit den sinkenden Inzidenzen dürfen im Freistaat immer mehr Gastronomien ihren Außenbereich wieder öffnen. So ermöglichte die Sonder-Impfaktion im Grüner Brauhaus in Fürth 190 Gastronomen und ihren Mitarbeitern nun, sich mit dem Vakzin von Astrazeneca impfen zu lassen. „Gerade bei den Gastwirten und ihrem Personal sind Impfungen wichtig, wenn wir nach und nach mehr Öffnungen in diesem Bereich zulassen können“, kommentierte Holetschek die Aktion. Das örtliche Impfzentrum hatte 200 Dosen des Vakzins für die Initiative bereitgestellt. Insgesamt waren rund 30 Ärzte im Einsatz.

Corona in Bayern: Lockerungen vielerorts in Reichweite - doch Bewohner Schwabens müssen warten

Update vom 15. Mai, 16.45 Uhr: Bayernweit sinken die Inzidenzen, wie die Meldung des RKI am Morgen deutlich machte (siehe Update vom 15. Mai, 08.43 Uhr). Einige Landkreise haben es sogar bereits unter die kritische 50er-Marke geschafft. Dazu gehören unter anderem Würzburg (30,81) und Erlangen (41,77). In Oberbayern verzeichnet der Landkreis Landsberg am Lech die geringsten Infektionszahlen mit einem Wert von 42,4 (Stand: 15.5., 8 Uhr).

Doch während hier die Zahlen sinken, müssen die Bewohner Schwabens größtenteils weiter auf Lockerungen warten. Die 7-Tage-Inzidenz lag am Freitag in Schwaben durchschnittlich bei 128,7 Infizierten pro 100.000 Einwohner. Die meisten Stadt- und Landkreise liegen weiterhin über dem Wert 100 und die Zahlen sinken größtenteils nur sehr langsam.

Dr. Hubert Mayer, ärztlicher Koordinator für Schwaben, spricht von einem „ganz diffusen Geschehen“ und wenig belastbaren Zahlen, so die Augsburger Allgemeine. Doch er hat eine Vermutung: In der ersten Welle seien in Schwaben weniger Menschen als in anderen Regierungsbezirken erkrankt, erinnert er sich. „Entsprechend ist die Zahl der immunisierten Bewohner jetzt deutlich niedriger.“ Belegt sei dies allerdings nicht.

Corona in Bayern: Inzidenzen sinken erneut - Bayern deutlich unter 100-Marke

Update vom 15. Mai, 08.43 Uhr: Erneut ist die Inzidenz in Bayern gesunken. Sie liegt jetzt deutlich unter der entscheidenden Grenze von 100. Das Robert-Koch-Institut meldet für Samstag einen Wert von 85,8. Die Inzidenz für das gesamte Bundesgebiet liegt nur marginal darüber bei 87,3. Im Freistaat kamen noch einmal 1231 neue Infektionsfälle hinzu. 25 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Einen positiven Trend vermeldete auch Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). In Bayern sind vier von fünf Klinikmitarbeiter inzwischen geimpft. Insgesamt gab es an den bayerischen Krankenhäusern 156.000 Erstimpfungen und 112.000 Zweitimpfungen. Der Rest der Mitarbeiter hat sich in den jeweiligen Impfzentren immunisieren lassen. „Ich rufe auch die noch nicht geimpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den bayerischen Kliniken auf, das Impfangebot zu nutzen“, sagte Holetschek. Er kündigte an, dass nun auch die Patienten der Krankenhäuser bald einen Impftermin erhalten sollen.

Corona in Bayern: Holetschekt pocht auf eine einheitliche Lösung beim digitalen Impfpass

Update vom 14. Mai, 16.10 Uhr: Es ist bereits beschlossene Sache. In Deutschland soll es bald einen digitalen Impfausweis geben. Doch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) macht sich Sorgen, dass jedes Land sein eigenes Süppchen kochen will. „Es muss schon eine bundeseinheitliche Lösung sein - keine Insellösungen.“ Auf die Frage, warum sich die Politik erst jetzt mit dem digitalen Impfausweis beschäftige - fast ein halbes Jahr nach Impfbeginn -, antwortete Holetschek beim Besuch des Ebersberger Impfzentrums am Freitag: „Die Frage nach Lockerungen für Geimpfte sind Entwicklungen der letzten Wochen.“ Zudem habe man auf Vorgaben der Europäischen Union warten müssen. Bayern wolle dem Bund aber Druck machen: „Da können wir insgesamt alle noch besser werden.“

Dem Landkreis Ebersberg im Südosten von München geht das alles nicht schnell genug. Die Behörden dort haben darum ein gemeinsames Impfpass-Projekt mit dem Magdeburger Unternehmen* „Alive“ gestartet. Dabei werden die Impfdaten nicht an den Namen, sondern an die jeweilige Personalausweis-Nummer geknüpft. Ein QR-Code, der den Impfstatus nachweisen soll, ist nur 60 Sekunden gültig und könne darum nicht kopiert werden. „Das Ebersberger Modell ist ein interessantes Modell“, sagte Holetschek zwar dazu, betonte aber, dass Deutschland auf den digitalen Impfpass setzt, der unter der Führung des amerikanischen Technologiekonzerns IBM entstehen soll.

Corona: Inzidenzwert sinkt in Bayern unter 100

Erstmeldung vom 14. Mai, 15 Uhr: München - Die Corona*-Lage in Bayern scheint sich zu entspannen. Erstmals seit fast zwei Monaten lag die Sieben-Tage-Inzidenz* im Freistaat unter 100. Auch aus der Landeshaupstadt kommen gute Nachrichten. Seit nun mehr zehn Tagen liegt München unter dem Grenzwert von 100. Liegt der Wert stabil (= fünf Tage) darunter, sind Lockerungen möglich. Diese traten auch für München bereits in Kraft. So fiel bereits am Dienstag die nächtliche Ausgangssperre weg, auch Kontaktbeschränkungen wurden gelockert. Seit Mittwoch (12. Mai) darf auch die Außengastronomie wieder öffnen - einen Überblick über die aktuell geltenden Regeln finden Sie hier.*

München nähert sich nächstem Corona-Grenzwert: Welche Regeln gelten dann?

Am Freitag meldete das Robert-Koch-Institut* (RKI) für München eine Inzidenz von 58,8 (Vortag 64,0). Damit nähert sich die Landeshaupstadt dem nächsten wichtigen Grenzwert - nämlich der 50. Aktuell gelten für München noch die Regeln für eine Inzidenz bis zu 100. Derzeit ist ein Gastro-Besuch demnach nur mit Termin möglich. Zudem gilt eine Testpflicht*: Besucher müssen entweder einen negativen PCR-Test (maximal 48 Stunden alt) oder einen negativen Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) vorweisen. Diese Maßnahmen könnten für München bald entfallen und zwar dann, wenn die Stadt stabil unter dem 50er-Grenzwert liegt.

Unter denselben Bedingungen und Voraussetzungen dürfen seit Montag auch Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen - wenn die Corona-Zahlen in der jeweiligen Region stabil sind.

Erste Kinos in Bayern öffnen: Die Regeln vor Ort

Corona-Regeln in Bayern: Kontaktsport draußen und kontaktfreier Sport innen - Testpflicht entfällt unter 50

Auch für Freizeitsportler gelten neue Corona-Regeln: Liegt die Region stabil unter 100 ist kontaktfreier Sport in Gebäuden sowie Kontaktsport unter freiem Himmel wieder erlaubt - ebenfalls verbunden mit einer Testpflicht für alle Teilnehmer. Diese würde für alle Münchner:innen entfallen, wenn die Stadt stabil unter dem 50er-Grenzwert liegt. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Bayern hebt die Priorisierung der Impfstoffe* gegen das Coronavirus auf. Doch wie kommt man an einen Termin, wo kann man sich impfen lassen? Ein Überblick.*

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