News-Ticker

Unfassbarer Vorfall in deutschem Zug: Frau verweigert Maske und droht mit Tankstellen-Tat

Polizei
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Eine Polizistin Blickt zu Passanten mit Masken.

Viele Experten hatten vor der vierten Corona-Welle gewarnt, doch seit zwei Wochen meldet das RKI sinkende Werte. Ein unfassbarer Vorfall in einem Zug schockiert. Der News-Ticker.

  • Die Zahl der Corona*-Neuinfektionen sinkt unter das Niveau der vergangenen Woche.
  • Doch ein Lungenexperte warnt: Die vierte Welle ist noch nicht ausgestanden (siehe Update vom 24. September, 15 Uhr).
  • Ein unfassbarer Vorfall in einem Zug schockiert (siehe Update von 15.50 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert.

Update vom 24. September, 15.50 Uhr: Es ist ein unfassbarer Vorfall, der sich nun in einem Zug bei Brad Kreuznach in Rheinland-Pfalz ereignet haben soll. Eine Maskenverweigerin soll eine ebenfalls im Zug sitzende Passagierin getreten und in Anspielung auf die tödlichen Schüsse in Idar-Oberstein bedroht haben. Wie die Polizei am Freitag erklärt, soll sich der Vorfall bereits am Donnerstagnachmittag ereignet haben.

Die Geschädigte sei in die Regionalbahn eingestiegen, als sie von der anderen Reisenden von hinten in den Oberschenkel getreten worden sei. Die Frau drehte sich demnach um, fragte nach dem Grund des Angriffs und forderte die Mitreisende auf, eine Maske aufzusetzen.

Daraufhin habe die Mitreisende die Frau beleidigt und gesagt, sie wisse ja, was in Idar-Oberstein passiert sei. Weil sie sich demnach
weigerte, sich gegenüber der Frau auszuweisen, schoss diese ein Foto von ihr und kontaktierte die Bundespolizei. Dort laufen aktuell die Ermittlungen. Die Behörde veranlasste auch die Videoauswertung in der Regionalbahn, auf welcher die Angreiferin gut zu erkennen sei.

Einem 49-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, in Idar-Oberstein einem 20 Jahre alten Kassierer in der Tankstelle in den Kopf geschossen zu haben. Der junge Mann hatte ihn zuvor auf die Maskenpflicht hingewiesen. Nach seiner Festnahme sagte der Täter den Ermittlern zufolge, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne.

Corona in Deutschland: Lungenexperte warnt - Vierte Welle noch nicht ausgestanden

Update vom 24. September, 15 Uhr: Die Corona-Zahlen sinken und auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen scheint sich zu entspannen (siehe Update von 13.40 Uhr). Doch geht es nach dem Darmstädter Lungenexperten Cihan Çelik, ist die vierte Welle noch nicht ausgestanden. Aus medizinischen Gründen und epidemiologischen Überlegungen habe es keinen Sinn, davon auszugehen, „dass das jetzt schon alles war“, sagte der Oberarzt am Klinikum Darmstadt am Freitag in Wiesbaden. An seinem Krankenhaus sei der Personalplan bereits wieder aufgestockt worden. Er gehe davon aus, dass es im Oktober und vielleicht auch im
November wieder steigende Patientenzahlen geben werde.

„Die aktuelle Lage in den Krankenhäusern dürfte nur ein Vorgeschmack auf den Herbst sein“, mahnte Çelik. Er betonte: „Die Impfung hat einen sehr großen Nutzen für die Patienten.“ Auch wenn derzeit weniger Covid-Patienten als in den vorherigen Wellen im Krankenhaus lägen, sei die Lage im Klinikum Darmstadt und vielen anderen hessischen Häusern „schon jetzt angespannt“.

Bundesregierung streicht Côte d‘Azur von Corona-Risikoliste

Update vom 24. September, 14.30 Uhr: Frankreich wird ab Sonntag mit Ausnahme einiger Überseegebiete von der Bundesregierung nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt. Als letzte französische Region in Europa wird dann das bei Touristen beliebte Gebiet Provence-Alpes-Côte d‘Azur von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Damit entfallen alle Quarantäneregeln für Einreisende aus dieser Region.

Das EU-Land Slowenien wird dagegen neu als Hochrisikogebiet eingestuft. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und von
dort einreist, muss ab Sonntag für zehn Tage in Quarantäne. Eine Befreiung ist erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test möglich.

Weitere neue Hochrisikogebiete sind Äthiopien und Burundi in Afrika sowie St. Vincent und die Grenadinen in der Karibik. Von der
Risikoliste gestrichen werden auch Japan und das westafrikanische Senegal.

Corona in Deutschland: Zahl der Krankenhauseinweisungen sinkt vielerorts

Update vom 24. September, 13.40 Uhr: Das RKI meldet bereits seit zwei Wochen sinkende Werte, auch am Freitag liegt die Zahl der Neuinfektionen unter dem Wert der Vorwoche (siehe Ursprungsmeldung unten). Und auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen sinkt vielerorts. Der Wert wird bereits seit einigen Wochen für eine mögliche Verschärfung der Corona-Einschränkungen beobachtet.

Wie das RKI am Freitag erklärt, sinkt der Wert der Krankenhauseinweisungen aktuell in elf von 16 Bundesländern unter den Wert der Vorwoche. In vier Bundesländern war sie am Freitag jedoch etwas höher als noch in der vergangenen Woche (Hamburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen), in Mecklenburg-Vorpommern blieb sie stabil. Bundesweit wird der Wert am Freitag mit 1,58 angegeben, in der Vorwoche lag die Inzidenz noch 0,3 höher.

Parallel dazu steigt die Zahl geimpfter Bürger in Deutschland weiter an. Mittlerweile sind rund 53 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, das entspricht nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Freitag 63,7 Prozent aller
Einwohner. Zumindest eine erste Impfung bekommen haben inzwischen 56,2 Millionen Menschen oder 67,6 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rief erneut dazu auf, Impfgelegenheiten wahrzunehmen. Nach 1,5 Millionen Erstimpfungen in den vergangenen drei Wochen würden nun noch mindestens gut drei Millionen Impfungen für einen sicheren Winter gebraucht, schrieb er bei Twitter.

Corona: Ist das die Ruhe vor dem Sturm? RKI meldet erneut sinkende Werte - Doch Zahl der Todesfälle steigt an

Ursprungsmeldung vom 24. September: Berlin - Die vierte Welle hatte rasch an Fahrt aufgenommen, die Infektionszahlen waren bereits vor Beginn des Herbstes stark angestiegen. Seit rund zwei Wochen meldet das Robert Koch-Institut sinkende Zahlen, auch die Inzidenz entspannt sich spürbar. Ist das bereits das Ende der vierten Welle oder eine trügerische Verschnaufpause vor dem Winter?

Corona in Deutschland: RKI meldet erneut sinkende Werte - Ist das die Ruhe vor dem Sturm?

Laut Angaben des RKI vom Freitag ist der Wert der Corona*-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche auf 62,5 gesunken. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 63,1 gelegen, vor einer Woche bei 74,7. Wie das RKI weiter erklärt, sinkt die Inzidenz seit zwei Wochen tendenziell. Und auch die Zahl der Neuinfektionen zeichnet ein Bild der ersten Entspannung ab. Wie das RKI am Freitag berichtet, wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden rund 9727 Personen offiziell positiv auf das Coronavirus getestet. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 11.022 neuen Ansteckungen gelegen.

Ist der von vielen Experten befürchtete Corona-Herbst bereits vorbei? Geht es nach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dürfe die Infektionsgefahr auch weiterhin nicht unterschätzt werden. Der CDU-Politiker hatte erst vor kurzem gemahnt, trotz sinkender Infektionszahlen die Gefahr einer Ansteckung weiterhin im Blick zu behalten: „Auch letztes Jahr hatten wir um diese Jahreszeit eine solche Verschnaufpause. Wir sind also noch nicht durch.“

Corona in Deutschland: Zahl der gemeldeten Todesfälle steigt erneut an

Bei der Zahl der Todesfälle meldet das RKI am Freitag eine steigende Zahl, binnen 24 Stunden wurden dem Institut 65 Todesfälle gemeldet. Noch vor einer Woche lag dieser Wert bei 20 Todesfällen.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 1,57 an. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen der hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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