News-Ticker zur Pandemie in Deutschland

Verdacht auf Virus-Variante: Indien-Rückkehrer stirbt an Corona - Wohnheim wird abgeriegelt

Corona in Deutschland: Die Virus-Variante aus Indien soll besonders ansteckend sein. In Dresden wird noch getestet.  (Symbolbild)
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Die Virus-Variante aus Indien soll besonders ansteckend sein. In Dresden wird noch getestet. (Symbolbild)

Die Zahlen sinken weiter, die Angst vor Mutanten bleibt. Nach dem Tod eines Indien-Rückkehrers, wird in Dresden ein Hochhaus abgeriegelt. Der News-Ticker.

  • Die Corona*-Lage in Deutschland entspannt sich wieder. Während die Corona-Zahlen sinken, wird allerdings auch weniger getestet.
  • Charité veröffentlicht Studie zu Corona-Kombi-Impfung mit Astrazeneca und Biontech (siehe Update vom 3. Juni, 14.05 Uhr).
  • Nach dem Corona-Tod eines jungen Indien-Rückkehrers riegelt das GEsundheitsamt in Dresden ein Studentenwohnheim ab. (Siehe Update vom 3. Juni, 22.02 Uhr)
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Pandemie ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 4. Juni finden Sie hier.

Verdacht auf Virus-Variante: Indien-Rückkehrer stirbt an Corona - Wohnheim wird abgeriegelt

Update vom 3. Juni, 22.02 Uhr: Das Gesundheitsamt hat ein Studentenwohnheim in Dresden abgeriegelt. Grund ist der Tod eines, an Covid-19 erkrankter Indien-Rückkehrers. Das gesamte Hochhaus steht jetzt bis Dienstag unter Quarantäne, solange bis alle Bewohner getestet wurden. 

Hintergrund sei laut dpa der schnelle Krankheitsverlauf des Mannes, dessen Gesundheit sich nach zunächst gutem Allgemeinzustand rapide verschlechtert habe. Das teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Der Bewohner war zuvor aus Indien zurückgekehrt, soll aber keine erkennbaren Vorerkrankungen gehabt haben. Es bestehe der begründete Verdacht, dass die Infektion auf eine Virusvariante zurückzuführen sei. Sein genaues Alter teilte die Stadt nicht mit. 

Sinkende Corona-Infektionen: Welchen Einfluss hat der „Pfingst-Effekt“ auf die Zahlen?

Update vom 3. Juni, 15.27 Uhr: Bundesweit meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) den niedrigsten Inzidenzwert seit Oktober. Die Corona-Zahlen scheinen sich in erfreulich tiefen Bereichen einzupendeln. Doch auch bei der Anzahl der PCR-Tests gibt es eine Regression. Sinken die Zahlen nur, weil wir weniger testen?

Besonders in der vergangenen Woche wurden so wenig PCR-Tests durchgeführt wie lange nicht mehr. Rund 280.000-mal weniger Tests meldeten die Gesundheitsämter im Vergleich zur vorangegangenen Woche durchgeführt. Ein Effekt, der sich auch auf Pfingsten zurückführen lässt. Weniger Menschen ließen sich während der Feiertage testen. Ein Faktor, der bei der Betrachtung der Zahlen, und auch der Sieben-Tage-Inzidenz ins Gewicht fällt.

Charité-Studie: Corona-Kombi-Impfung wirksam und gut verträglich

Eine Spritze mit dem AstraZeneca-Impfstoff gegen Corona liegt bereit.

Update vom 3. Juni, 14.05 Uhr: Erst Astrazeneca und dann Biontech/Pfizer hat für Geimpfte wohl keine Nachteile. Die Kombination der beiden Corona-Impfstoffe sei wirksam und gut verträglich, wie eine vorläufige Auswertung der Berliner Charité zeigt. Die zweite Dosis Biontech/Pfizer* in einem Abstand von zehn bis zwölf Wochen rufe vergleichbare Immunantworten wie eine Impfserie mit zweimal Biontech/Pfizer hervor, schreibt der Charité-Wissenschaftler Leif Erik Sander auf Twitter. Hintergrund der Impfstoff-Kombi ist eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) nach dem Bekanntwerden von seltenen, aber schweren Komplikationen nach Astrazeneca*-Erstimpfungen vor allem bei Jüngeren.

RKI: Corona-Mutation Delta spielt in Deutschland untergeordnete Rolle

Update vom 3. Juni, 12.46 Uhr: Welche Corona-Mutationen spielen in Deutschland derzeit eine Rolle? Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat einen aktuellen Bericht zu den sogenannten Variants of Concern - kurz VOC - am Mittwochabend vorgelegt. Dabei spielt die erstmals in Indien entdeckte besorgniserregende Corona-Variante Delta (B.1.617.2) bisher kaum eine Rolle. Delta wurde bisher nur in rund 2 Prozent der Proben vom 17. bis 23. Mai nachgewiesen, teilt das RKI mit. Weiter sei „keine starke Ausbreitung der Varianten B.1.351 und P.1 zu beobachten“ heißt es im RKI-Bericht. Jedoch werden in Deutschland nicht alle positiven Proben auf Varianten untersucht.

VOC-Varianten in Deutschland laut RKI-Bericht (Stand 2. Juni 2021)

  • B.1.1.7 - Alpha - 93 Prozent
  • B.1.351 - Beta - nur geringer Anteil
  • P.1. - Gamma - nur geringer Anteil
  • B.1.617.2 - Delta - 2 Prozent

Corona in Deutschland - 1,2 Millionen Menschen am Mittwoch geimpft

Update vom 3. Juni, 12.02 Uhr: Beim Impfen geht es voran. Am Mittwoch wurden in Deutschland fast 1,2 Millionen Menschen geimpft. Nach RKI-Angaben vom Donnerstag sind bisher 44,6 Prozent der Menschen mindestens einmal und 19,6 Prozent vollständig geimpft.  In den Bundesländern gibt es allerdings Unterschiede: Im Saarland sind bereits 48 Prozent einmal geimpft, in Sachsen sind es 39,4 Prozent der Bevölkerung.

Corona-Inzidenz sinkt unter wichtige Marke - Lauterbach prognostiziert Probleme zum Ende des Sommers

Erstmeldung vom 3. Juni 2021

München - Die 7-Tage-Inzidenz* in Deutschland ist nach einem Anstieg wieder gesunken und liegt laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Donnerstagmorgen bei 34.1. Am Vortag war die Inzidenz noch bei 36,8 gelegen.

In den vergangenen 24 Stunden wurden 4.640 Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Das sind 1.673 weniger als vor einer Woche. Laut den Daten des RKI-Covid-19-Dashboards wurden 166 weiter Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Vor einer Woche waren es 269 Tote gewesen. In Deutschland gibt es momentan 85.000 aktive Corona-Fälle schätzt das RKI.

Corona in Deutschland - Lauterbach warnt vor vierter Corona-Welle

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet für die kommenden Wochen eine entspanntere Corona-Infektionslage*. „Die Sieben-Tage-Inzidenz wird sich in den nächsten Tagen bei einem Wert von rund 35 einpendeln“, sagte Lauterbach der Funke Mediengruppe. Die aktuellen Öffnungsschritte führten zwar zu mehr Infektionen, gleichzeitig aber seien immer mehr Menschen durch Impfungen geschützt. HInzukomme, dass sich jetzt vieles draußen abspiele, wodurch sich das Infektionsrisiko ebenfalls absenke.

Gleichzeitig warnt Lauterbach vor einer vierten Corona-Welle zum Ende des Sommers. „Die indische Mutante wird sich wahrscheinlich in den kommenden Monaten in zahlreichen europäischen Ländern ausbreiten. Der Sommertourismus könnte sie schnell über den Kontinent verteilen“, sagte Lauterbach. Durch Reiserückkehrer werde sich die Mutante spätestens im Herbst auch in Deutschland großflächig ausbreiten. Das Ausmaß sei noch unklar.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor einer vierten Corona-Welle (Symbolfoto).

Die Delta-Variante sorgte in Indien für massiv steigende Corona-Zahlen. Der Gesundheitspolitiker sieht die Gefahr auch für Deutschland. Wie Merkur.de* berichtet, macht Lauterbach vor allem die Impfquote Sorgen. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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