Lockdown

Corona in Niedersachsen: Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen eingeschränkt - Diese Regeln gelten

Keine Besucher: Auch die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) stoppt wegen der Corona-Pandemie den Zugang. Hier der Osteingang.
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Keine Besucher: Auch die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) stoppt wegen der Corona-Pandemie den Zugang. Hier der Osteingang.

Die steigenden Corona-Infektionszahlen bringen Krankenhäuser und Kliniken in Niedersachsen an ihre Belastungsgrenze. Es gelten strenge Besuchsregeln - auch in Altenheimen.

  • In Niedersachsen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter stark an.
  • In Altenheimen und Krankenhäusern gelten verschärfte Besuchsregeln zum Schutz vor Corona.
  • Für werdende Eltern in Göttingen gibt es schlechte Nachrichten: Die UMG hat Besuche kurz nach der Geburt weiter eingeschränkt.

Update vom Mittwoch, 04.11.2020, 12.34 Uhr: Göttingen - In Niedersachsen nimmt die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken weiter zu. Am Dienstag (03.11.2020) wurden 766 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt, 137 davon auf der Intensivstation, teilte das niedersächsische Sozialministerium mit. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen gelten in Niedersachsen strenge Corona-Regeln. Einige Krankenhäuser in Niedersachsen haben jetzt einen Besucherstopp beschlossen, für andere Krankenhäuser sowie Altenheime gelten strenge Besuchsregeln.

Vulnerable Gruppen sollen laut der verschärften Corona-Regeln von Bund und Ländern aufgrund der steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus besonders geschützt werden. Daher können die zuständigen Stellen je nach den lokalen Begebenheiten besondere Schutzmaßnahmen für Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen ergreifen. Diese dürfen jedoch nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen, so der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz.

Corona-Regeln in Niedersachsen: Maßnahmen dürfen im Altenheim nicht zur Isolation führen

Ähnlich formuliert das die Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2, die in Niedersachsen am 2. November in Kraft getreten ist. Um „ältere Menschen, Pflegebedürftige und Personal vor einer Erkrankung an Covid-19 zu schützen, ist ein erhöhter Infektionsschutz erforderlich“, so das Land Niedersachsen.

In Pflegeheimen darf das Besuchsrecht jedoch nicht unverhältnismäßig eingeschränkt werden, Sterbebegleitung ist grundsätzlich zulässig. Die Alten- und Pflegeheime müssen ein Corona-Hygienekonzept erstellen. „Die Anzahl und die Dauer der Besuche sowie die Anzahl der besuchenden Personen richtet sich nach dem Hygienekonzept der jeweiligen Einrichtung“, so die Verordnung des Landes Niedersachsen. Sollte es ein Infektionsgeschehen in der Einrichtung geben, darf kein Besuch empfangen werden. Das Heim ist zudem dazu verpflichtet, die Daten der Besucher zu erfassen. Vor einem Besuch sollte man sich also im jeweiligen Heim nach den aktuellen regeln erkundigen.

Niedersachsen: Besucherstopp in elf Krankenhäusern wegen Corona-Infektionsgeschehen

Auch in Krankenhäusern gibt es strengere Regeln für Besucher. Krankenhäuser müssen ebenfalls ein Hygienekonzept erstellen, in dem die Anzahl und Dauer der Besuche und die Anzahl der besuchenden Personen festgelegt ist. In Südniedersachsen haben elf Kliniken und Krankenhäusern des regionalen Kliniknetzwerkes Südniedersachsen zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter vor Corona einen Besuchsstopp* beschlossen.

Nicht notwendige Begleiter sind nicht mehr als Besucher erlaubt. Natürlich sei es nicht leicht gefallen, diesen Stopp zu verfügen, sagt Markus Kohlstedde, Geschäftsführer des St. Martini Krankenhauses in Dudersadt. „Doch zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern vor einer Infektion mit dem Coronavirus müssen wir konsequent durchgreifen.“

Zu den elf Kliniken in Südniedersachsen gehören die Universitätsmedizin Göttingen, das Duderstädter Krankenhaus, das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende, das Agaplesion Krankenhaus Neu-Bethlehem, Asklepios Seesen, das Einbecker Bürgerspital, die Helios Klinik Northeim, Bad Gandersheim, Herzberg/Osterode und das Klinikum Hann. Münden sowie auf hessischem Gebiet das Klinikum Werra-Meißner mit den Standorten in Eschwege und Witzenhausen. In Niedersachsen sind weitere Kliniken von Besucherstopps aufgrund der Corona-Pandemie betroffen, unter anderem weitere Kliniken der Asklepios Gruppe.

Strenge Corona-Besuchsregeln in Niedersachsen für Altenheim und Krankenhaus

Besuchsstopps gibt es auch für das Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch und das St. Johannes-Hospital in Varel, berichtet der NDR. Die Besuchsverbote gelten ab Dienstag, 3. November. An einige Kliniken sind die Besuche nicht gestoppt aber aufgrund der Corona-Lage beschränkt. Auch hier gilt es, sich vor einem Besuch über die jeweiligen Regeln des Krankenhauses zu informieren.

Corona in Niedersachsen: Beschränkungen in Altenheim und Krankenhaus

Im Klinikum Region Hannover gibt es derzeit keinen Besucherstopp, es gibt jedoch strenge Besuchseinschränkungen. Ab 2. November darf jeder Patient eine Besuchsperson festlegen, die den Patienten einmal pro Tag besuchen darf. Zudem gibt es eine Beschränkung der Besuchsdauer auf 45 Minuten, sowie weitere Besuchsregeln. Ähnliche Regeln gelten zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter vor Corona zum Beispiel auch im Vinzenkrankenhaus in Hannover und im Klinikum Braunschweig.

Krankenhäuser und Klinken sind laut der Niedersächsischen Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 dazu verpflichtet, die Daten der Besucher zu erheben. Die Besuchsregeln für das jeweilige Krankenhaus, sind auf den Internetseiten zu finden. Mögliche Beschränkungen für Besucher können in Niedersachsen folgende Regeln beinhalten:

  • Beschränkung der Anzahl der Besucher
  • Beschränkung der Besuchsdauer
  • Festgelegte Besuchszeiten
  • Möglicherweise muss ein Anmeldeformular ausgefüllt und mitgebracht werden
  • Einhaltung der Corona-Hygieneregeln und tragen einer Mund-Nase-Bedeckung

Coron-Regeln an der UMG - Ausnahmen aber schlechte Nachrichten für Eltern

Ausnahmeregelungen von den Corona-Besuchsregeln gelten an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) für die Kinderkliniken, palliativmedizinische Situationen, die Intensivstationen sowie für die Geburtsbegleitung. Für werdende und frisch gebackene Eltern gibt es jedoch schlechte Nachrichten. Die Klinik für Gynäkologie & Geburtshilfe hat ihre Corona-Regeln verschärft. Besuche am Wochenbett sind mittlerweile nicht mehr erlaubt. Derzeit ist „ ausschließlich für die Zeit der Geburt und für die ersten Stunden nach der Geburt eine Begleitperson im Bereich des Kreißsaals“ zugelassen. (sne) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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