Die Pandemie im News-Ticker

Corona in Österreich: Geheimplan durchgesickert - Klassenzimmer sollen an ungewöhnlichen Ort verlegt werden

Die Corona-Lage in Österreich ist besorgniserregend. Deswegen werden die Covid-19-Ausgangsbeschränkungen verlängert. Alle Entwicklungen im News-Ticker.

  • Coronavirus-Pandemie in Österreich: Die zweite Welle* der Corona-Pandemie* sorgt für hohe Infektionszahlen.
  • Am Donnerstag wurde ein neuer Tageshöchstwert an Covid-19-Neuinfektionen gemeldet. (Update vom 12. November, 14.45 Uhr) .
  • Spektakuläre Pläne für den Schul-Unterricht werden bekannt - Kinder in Österreich künftig im freiwilligen Homeschooling? (siehe Update vom 12. November, 21.45 Uhr)
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 13. November finden Sie hier.

Update vom 12. November, 21.45 Uhr: Spektakuläre Pläne für den Schulunterricht in Österreich: Verschärfte Beschränkungen in den Schulen stehen in der Corona-Politik der Regierung aktuell ganz oben auf der Agenda. Aus Schülerperspektive könnte wohl fast schon von Lockerungen die Rede sein.

Konkret: Wie ÖSTERREICH berichtet, soll schon bald „freiwilliges Homeschooling“ ermöglicht werden. Die Tageszeitung verweist auf ein Positionspapier, das ihr vorliege. Ziel soll es demnach sein, dass die Klassenzimmer „um ein Drittel ausdünnt werden“. Folgende Maßnahmen sollen dies weiter begünstigen:

  • Freiwilliges Homeschooling während der Corona-Pandemie.
  • Tageweiser Schulbesuch: Eltern entscheiden, ob ihre Kinder am Präsenzunterricht teilnehmen.
  • Maskenpflicht: Diese soll in Schulen zumindest für die 13- bis 14-Jährigen gelten.
  • Unterricht in Hotels: Schulen sollen einzelne Klassen zum Beispiel in leerstehende Hotels verlegen.

Wie es weiter heißt, soll Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach wie vor aber Schulschließungen präferieren. In der Regierung mit den Grünen werde deshalb ordentlich gestritten.

Wie die Süddeutsche Zeitung derweil berichtet, will auch Traunstein an der deutsch-österreichischen Grenze ab Montag Kinder nur noch im Homeschooling unterrichten lassen. Der bayerische Landkreis ist mit einer 7-Tage-Inzidenz über 400 mittlerweile ein Corona-Hotspot.

Ein leeres Klassenzimmer während der Corona-Pandemie in Wien. (Archivfoto)

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Neuer Negativ-Rekord bei Corona-Fallzahlen

Update vom 12. November, 14.45 Uhr: Die täglichen Neuinfektionen in Österreich stiegen auch am Mittwoch weiterhin an und sorgten so für einen neuen Negativ-Rekord.

Wie die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), die dem Gesundheitsministerium untersteht, am Donnerstag meldet wurden am Mittwoch 8469 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit übersteigen die Neuinfektionen den bisherigen Tageshöchstwert vom 6. November.

Die Portale oe24.at und krone.at melden sogar 9.262 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Darin sollen allerdings auch Nachmeldungen aus den vergangenen Tagen enthalten sein. So oder so sind die Zahlen in der Alpenrepublik besorgniserregend. Das zeigt unter anderem auch ein Vergleich mit Deutschland. Betrachtet man die täglichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, so weist Österreich einen mehr als dreimal so großen Wert auf, wie Deutschland.

Corona in Österreich: Gesundheitsminister verurteilt „besorgniserregende“ Bilder

Update vom 12. November, 13.25 Uhr: Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) blickt mit Besorgnis auf die Rolle von Einkaufszentren in der zweiten Welle der Corona-Pandemie in der Alpenrepublik. Der 59-Jährige nannte die Bilder von vollen Einkaufszentren, die am Wochenende für Aufregung sorgte, „besorgniserregend“. „Ich appelliere an die Betreiber von Einkaufszentren, die Gesundheit ihrer Kunden zu schützen und entsprechende Vorbereitungen zu treffen“, so Anschober.

Auch an die Kunden appellierte der Gesundheitsminister „die Einhaltung der geltenden Regeln wie etwa die Einhaltung des Mindestabstands und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes unbedingt einzuhalten.“ Die Bilder vom Wochenende dürften sich nicht wiederholen, mahnte Anschober. In der jetzigen Situation müsse man alles tun, um die Kontakte massiv zu verringern.

Corona-Krise in Österreich: Kanzler Sebastian Kurz hat eine Ausgangssperre verhängt. Nun trifft es auch die Geschäfte (Symbolfoto).

Corona in Österreich: Nationalrat beschließt Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen

Update vom 12. November, 9.35 Uhr: Am gestrigen Mittwoch meldeten die Gesundheitsämter in Österreich 7.514 Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden. Die in der Alpenrepublik geltenden Maßnahmen und Ausgangsbeschränkungen zeigen bisher noch nicht die von der Bundesregierung gewünschten Ergebnisse. Österreich erwartet nun sogar neue Rekordzahlen.

Deswegen hat der Hauptausschuss des Nationalrats am Mittwochabend die geltenden Ausgangsbeschränkungen in Österreich um weiter zehn Tage verlängert. Bis einschließlich 22. November dürfen Österreicher und Österreicherinnen das Haus nach 20.00 Uhr nur noch mit einem triftigen Grund verlassen. Dazu zählen unter anderem berufliche Verpflichtungen, aber auch psychische oder physische Erholung.

Corona in Österreich: Starke Kritik am Meldesystem: „Damit wollen wir eine Covid-Pandemie dokumentieren?“

Harsche Kritik gibt es derweil auch am elektronischen Meldesystem der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). In den letzten Tagen liefen neue Infektionszahlen oft erst mit Verspätung in dem Meldesystem ein und sorgten so für Unsicherheiten oder einer verzerrten Einschätzung der Infektionslage. Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) sagte gegenüber kurier.at: „Wir haben eine schriftliche Stellungnahme vom Chef der AGES, dass die Datenbank eigentlich ausgelegt ist, um 7.000 Salmonellenfälle im Jahr zu dokumentieren. Und mit dem Ding wollen wir eine Covid-Pandemie dokumentieren. Das kann nicht funktionieren.“

Dem Gesundheitsministerium würden durch die hohe Zahl an Meldungen jedoch keine Daten verloren gehen, jedoch kam es vor allem am Mittwoch zu Verzögerungen bei der Eingabe. Deswegen habe man eine Krisensitzung mit den Laborbetreibern eingerufen.

Corona in Österreich: Wien führt Corona-Checkboxen ein

Update vom 11. November, 16.58 Uhr: Für Menschen, die sich nicht sicher sind, ob sie einen Schnupfen, die Grippe, oder Corona haben, gibt es in Wien ab Donnerstag eine weitere Möglichkeit sich schnell und unkompliziert testen zu lassen. Dort eröffnen die ersten sogenannten Checkboxen. Dabei handelt es sich um Container-Arztpraxen, in denen auch Ärzte anwesend sind.

„Das ist eine Maßnahme, die dazu dienen soll, unsere niedergelassenen Ordinationen zu entlasten“, erklärte der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker gegenüber oe24.at. Ziel der Aktion sei es, die Gesundheitseinrichtungen soweit möglich frei von Corona zu halten, um einerseits die Mitarbeiter zu schützen und andererseits die Wartebereiche nicht zu Orten von Covid-19-Ansteckungen werden zu lassen.

Personen mit Symptomen können sich in den Checkboxen per Schnelltest auf eine Corona-Infektion testen lassen. Ist das Ergebnis negativ, bekommt man an Ort und Stelle eine Behandlung durch den anwesenden Arzt. Im Fall eines positiven Corona-Tests wird vom dortigen Mediziner eine Selbstisolation ausgesprochen und der Patient muss sich in Quarantäne begeben.

Bis Anfang Dezember sollen 30 solcher Checkboxen in ganz Wien aufgestellt werden. Der Vizepräsident der Wiener Ärztekammer, Johannes Steinhart, sieht in den Checkboxen eine sehr gute Lösung, um den Patientenfluss zu regeln und gleichzeitig die Sicherheit in Arztpraxen und Krankenhäusern zu gewährleisten. „Die anderen kranken Menschen sind ja nicht weg. Die alle sollen ja jetzt weiter in die Ordinationen gehen. Wir können keine Kollateralschäden brauchen und gleichzeitig müssen wir die Pandemie im Griff haben“, sagte Steinhart.

Corona in Österreich: Mehr als 7500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Update vom 11. November, 14.41 Uhr: Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich erneut gestiegen. 7514 neue positive Testergebnisse verzeichneten die Behörden innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Das ist der zweithöchste Wert seit dem Ausbruch der Pandemie.

Deutlich zugenommen hat am Mittwoch auch die Zahl der Toten und der Covid-19-Patienten, die in einem Krankenhaus behandelt werden müssen. Insgesamt 1.564 Menschen sind in Österreich an den Folgen des Coronavirus gestorben, 65 kamen seit gestern hinzu. Am Mittwoch mussten 3719 Covid-19-Infizierte im Krankenhaus behandelt werden. Davon lagen 536 auf Intensivstationen - 41 mehr als am Vortag.

Die meisten neuen Corona-Fälle innerhalb des vergangenen Tages wurden in der Hauptstadt Wien registriert. Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen pro Bundesland im Überblick:

  • Wien: 1427
  • Oberösterreich: 1396
  • Tirol: 1103
  • Niederösterreich: 1076
  • Kärnten: 886
  • Steiermark: 869
  • Salzburg: 291
  • Vorarlberg: 272
  • Burgenland: 194

Corona in Österreich: Vier Hotspots mit 7-Tage-Inzidenz über 100

Update vom 11. November, 9.46 Uhr: Trotz des neuen „Lockdown light“ in Österreich steigen die Corona-Zahlen weiterhin besorgniserregend an. Daher werden nun weitere Maßnahmen verhandelt und am Donnerstag und Freitag evaluiert, wie das Nachrichtenportal oe24.at schreibt. Mögliche neue Einschränkungen sind demnach Schließungen von Einkaufszentren, sowie das Distance Learning auch für Schüler der Unterstufen.

In vier österreichischen Bezirken liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert inzwischen über 1000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Die zehn am stärksten betroffenen Corona-Hotspots und die jeweilige 7-Tage-Inzidenz im Überblick:

  • Rohrbach (Oberösterreich): 1088
  • Schwaz (Tirol): 1064
  • Schärding (Oberösterreich): 1052
  • Eferding (Oberösterreich): 1049
  • Urfahr-Umgebung (Oberösterreich): 938
  • Ried im Innkreis (Oberösterreich): 932
  • Freistadt (Oberösterreich): 926
  • Steyr-Land (Oberösterreich): 868
  • Dornbirn (Vorarlberg): 859
  • Sankt Johann im Pongau (Salzburg): 845

Corona in Österreich: Auch wenn sie noch infiziert sind - Altenpfleger sollen wieder arbeiten

Update vom 10. November, 19 Uhr: Polarisierende Covid-19-Nachrichten aus Österreich: Einzelne Mitarbeiter und Pflegekräfte aus Altersheimen sollen an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, auch wenn sie positiv auf das Coronavirus getestet sind.

Wie das Nachrichtenportal oe24.at schreibt, geht das aus einer Verordnung hervor, die Gesundheitsminister Rudolf „Rudi“ Anschober (Die Grünen) an diesem Dienstag veröffentlicht hat.

Gelten soll dies ausschließlich für Beschäftigte, „bei denen auf Grund des CT-Werts von über 30 keine Ansteckungsgefahr mehr besteht“, heißt es in dem Bericht. Infiziertes Pflegepersonal muss in Österreich in eine Quarantäne von zehn Tagen. Das Virus sei trotz negativer PCR-Tests aber oft noch wochenlang nachweisbar, schreibt oe24.at weiter.

Corona-Pandemie in Österreich: Tourismus von Teil-Lockdown hart getroffen - Ski-Lifte in Tiroler Alpen stehen still

Update vom 10. November, 18.25 Uhr: Der neuerliche (sanfte) Corona-Lockdown trifft die österreichische Wirtschaft wiederholt hart. Nicht nur, dass eine nächtliche Ausgangssperre gilt und die Gastronomie bis auf Lieferdienste geschlossen ist.

Wegen des Verbots von Freizeitsport und des Beherbergungsverbots sind die Skigebiete in den Tiroler Alpen für Amateursportler und Touristen vorerst dicht. Noch im September und Oktober hatten die Lifte zum Beispiel im Stubaital oder in Sölden geöffnet. Aktuell dürfen aber nur Profi-Ski-Rennfahrer die Hänge nutzen.

Medienberichten zufolge macht die Angst vor Milliardenverlusten die Runde, sollte die Winterski-Saison gänzlich ausfallen.

Corona-Pandemie in Österreich: SPÖ ist gegen Schulschließungen

Update vom 10. November, 18.10 Uhr: Die Oppositionspartei SPÖ hat der Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen in der Alpenrepublik an diesem Dienstag zugestimmt.

Notfalls Schulschließungen lehnt Parteichefin Pamela Rendi-Wagner jedoch strikt ab. Das berichtet die Kleine Zeitung aus Graz. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte diese ins Spiel gebracht, sollten die Corona-Fallzahlen in Österreich nicht - wie gewünscht - nach unten gehen.

Parteichefin der SPÖ: Pamela Rendi-Wagner.

Corona-Pandemie in Österreich: 230 Menschen in Österreich am Coronavirus gestorben

Update vom 10. November, 17.50 Uhr: Im Bundesland Niederösterreich mit seinen rund 1,7 Millionen Einwohnern sind seit Ausbruch der Pandemie bisher 230 Menschen am heimtückischen Coronavirus gestorben. Das schreibt das Nachrichtenportal krone.at.

Demnach kamen am Dienstag, 10. November, acht registrierte Covid-19-Todesfälle hinzu. Diese Toten waren demnach zwischen 80 und 96 Jahren alt.

Update vom 10. November, 15.48 Uhr: In Österreich liegt die Zahl der aktiven Corona-Fälle bei 82.511 (Vortag: 81.399), wie aus dem Dashboard der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hervorgeht. Die 7-Tage-Inzidenz in Österreich gibt die AGES mit 461 an (Vortag: 474,9).

  • 82.511 aktive Corona-Fälle sind derzeit in Österreich aktiv (AGES: Datenstand vom 11. November, 14 Uhr)
  • Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei 461.
  • 2.755 Covid-19-Patienten müssen derzeit im Krankenhaus behandelt werden, davon 473 auf der Intensivstation.
  • Seit Beginn der Corona-Pandemie starben 1.418 Menschen, laut AGES, in Österreich in Verbindung mit Sars-CoV-2.

Corona: Österreich verlängert Ausgangssperre um zehn Tage

Update vom 10. November, 12.43 Uhr: Die Ausgangssperre (seit 3. November) in Österreich wird, wie zuvor schon erwartet, um zehn Tage verlängert. Eigentlich wäre die Ausgangssperre am 12. November abgelaufen, da eine Ausgangsbeschränkung nach den gesetzlichen Vorgaben in Österreich nur für zehn Tage beschlossen werden kann. Andere Maßnahmen des Lockdowns in Österreich wurden bereits für vier Wochen bis Ende November beschlossen. Doch wie österreichische Medien berichten, schließt das Gesundheitsministerium eine Verschärfung der Maßnahmen nicht aus, falls das Infektionsgeschehen sich weiter so rasant entwickelt.

Corona-Krise in Österreich: Geschäfte haben nur noch bis 19 Uhr geöffnet

Update vom 10. November, 10.39 Uhr: In Österreich gilt bereits eine Ausgangssperre: Zwischen 20 und 6 Uhr dürfen Menschen ihre Wohnung nur noch mit einem guten Grund verlassen. Bis Ende November ist die Gastronomie und fast das gesamte Kultur- und Freizeitangebot geschlossen.

Nun trifft der Teil-Lockdown auch den Handel: Ab Mittwoch (11. November) sollen die Geschäfte bereits um 19 Uhr schließen, teilt das Österreichische Gesundheitsministerium mit. Nach einer Woche Debatte hat sich die Regierung darauf geeinigt. Doch es gibt Ausnahmen: Tankstellen, Automaten, Geschäfte in Bahnhöfen und Flughäfen mit einer Verkaufsfläche unter 80 Quadratmeter dürfen offen bleiben. „Durch diese Einschränkung der Öffnungszeiten soll gewährleistet werden, dass Einkäufe rechtzeitig vor Beginn der Ausgangsbeschränkung erfolgen, sodass dem Verordnungsziel einer größtmöglichen Reduktion der Mobilität in den Abend- und Nachtstunden bestmöglich Rechnung getragen werden kann“, ist in der Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums zu lesen. Kunden und Mitarbeiter hätten dann genügend Zeit rechtzeitig ihre Wohnung zu erreichen. Ziel sei es die Ausgangsbeschränkungen zu unterstützen und weitere nicht notwendige soziale Kontakte zu reduzieren.

Die Ausgangssperre in Österreich gilt zwar nur noch bis zum 12. November, doch eine Verlängerung um weitere zehn Tage scheint damit wohl sicher.

  • Die Zahl der aktiven Coronavirus-Fälle liegt in Österreich (Stand: 10. November, 11.08 Uhr) laut den Zahlen des Dashboards der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 81.399.
  • Die 7-Tage-Inzidenz für ganz Österreich liegt aktuell bei 474,9.
  • Bisher starben 1.383 Menschen in Verbindung mit einer Sars-CoV-2 Infektion. 2.992 Covid-19-Patienten müssen in der Klinik behandelt werden, davon liegen 459 auf der Intensivstation (Stand: 10. November, 11.12 Uhr).

Corona in Österreich: Droht nun der komplette Lockdown? Zahlen steigen an - Experte hat dramatische Befürchtung

Update vom 9. November, 16.07 Uhr: In Österreich wurden von Sonntag auf Montag 5.593 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt. Das sind zwar 340 Fälle weniger, als am Sonntag gemeldet wurden, allerdings ist der Wert um mehr als 1.500 Ansteckungen höher als in der vergangenen Woche. Aktuell sind damit 62.665 Menschen in Österreich mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt müssen 3.229 Patienten derzeit wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt werden, davon 474 intensivmedizinisch.

Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen für die einzelnen Bundesländer im Überblick:

  • Oberösterreich: 1489 
  • Wien: 711
  • Niederösterreich: 891 
  • Steiermark: 706
  • Tirol: 561 
  • Salzburg: 458
  • Vorarlberg: 426 
  • Burgenland: 188
  • Kärnten: 163

Corona in Österreich: Virologe erwartet mehr als 10.000 Neuinfektionen pro Tag

Erstmeldung vom 9. November: Wien - In Österreich ist, trotz des vergangene Woche in Kraft getretenen Teil-Lockdowns, keine Entspannung bei der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen in Sicht. Am Sonntag wurden 5933 Neuinfektionen im Nachbarland gemeldet. Eine sehr hohe Zahl wenn man bedenkt, dass an Wochenenden weitaus weniger Testergebnisse gemeldet werden als unter der Woche. In Österreich gibt es somit erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie* 60.000 aktive Fälle.

Für den Virologen Norbert Nowotny war eine solche Entwicklung klar. In einem Interview mit oe24.at erklärte er, dass man ab dem Zeitpunkt des Lockdowns für 14 Tage mit einem weiteren Anstieg rechnen musste. Erst danach würde der Trend hoffentlich nach unten gehen. „Aber bis dahin befürchte ich, dass wir die 10.000er-Marke an Neuinfizierten pro Tag noch erreichen werden“, sagte Nowotny.

Der Virologe mahnte, dass eine dementsprechende Entwicklung der Corona-Zahlen* drastische Auswirkungen auf das Gesundheitssystem in Österreich haben könnte. Die Situation werde immer schwieriger. Nowotny warnte: „Je mehr Infizierte es gibt, desto höher wird die Anzahl an Hospitalisierungen und Intensivpatienten. Wenn es pro Tag über 8000 Infizierte gibt, kann man sich ausrechnen, dass nicht nur die Zahl der Intensivbetten, sondern auch das dafür notwendige qualifizierte Personal immer knapper wird.“

Die österreichische Regierung um Kanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober wird bei einer weiterhin negativen Entwicklung der Corona-Lage über eine Verschärfung der Maßnahmen beraten. (Archivbild)

Corona in Österreich: Weitere Verschärfung der Maßnahmen möglich

Der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober nennt die Situation um das Coronavirus* in der Alpenrepublik weiterhin „besorgniserregend“. Am Sonntag erklärte er gegenüber oe24.at: „Kommt es zu keiner Entspannung durch den Teil-Lockdown, werden wir die Maßnahmen verschärfen müssen.“ Die Beschränkungen des aktuellen Teil-Lockdowns werden mindestens bis zum 30. November aufrechterhalten.

Bislang wurde in Österreich die Schließung von Pflichtschulen, also der Volksschule und der Unterstufen, ausgeschlossen. Die Oberstufen wurden bereits mit Beginn des Teil-Lockdowns auf Distance Learning umgestellt. Bei weiterhin negativer Entwicklung könnte das auf alle Schüler ausgeweitet werden. Bildungsminister Heinz Faßmann will die weitere Entwicklung vorerst abwarten. Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte sich bereits vor dem Lockdown für eine weitreichendere Schließung der Schulen ausgesprochen.

Corona in Österreich: Handel soll auf jeden Fall offen bleiben - Skigebiete müssen schließen

Weitere Einschränkungen sind wohl für Dienstleistungsbetriebe, wie beispielsweise Kosmetikstudios, möglich. Der Handel soll hingegen auf jeden Fall weiter offen bleiben, heißt es. Eine Schließung würde zu einem wirtschaftlichen Total-Absturz führen, berichtet oe24.at.

Der Tourismus in Österreich wird ebenfalls hart durch die Corona-Einschränkungen getroffen. Alle Skigebiete, auch die bereits geöffneten Gletschergebiete, müssen schließen, berichtet die Berliner Zeitung. Im Zuge des Teil-Lockdowns wurde Freizeit- und Amateursport in den Skigebieten komplett untersagt. Die bereits geöffneten Gebiete am Stubaier Gletscher, Kaunertaler Gletscher, Pitztaler Gletscher, Mölltaler Gletscher, Hintertuxer Gletscher, Sölden, Dachstein und Kitzsteinhorn mussten demnach geschlossen werden. Bereits zu Beginn der Saison gerieten einige Skigebiete wegen der Missachtung der Corona-Regeln in die Kritik. (ph) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Hans Punz/dpa

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