Hinweis gilt für den gesamten Staat

Corona-Reisewarnung: Bundesregierung nimmt weiteres EU-Land in die Alarm-Liste auf

Eine Maschine der Fluggesellschaft Lufthansa startet bei regennasser Startbahn vom Flughafen Frankfurt aus.
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Die Bundesregierung hat in der Corona-Pandemie für ein weiteres EU-Land eine Reisewarnung ausgesprochen.

Für ein weiteres Nachbarland warnt das Auswärtige Amt jetzt komplett vor Reisen. Grund sind die Corona-Infektionszahlen.

  • Für Belgien gilt nun auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.
  • Grund ist das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie.
  • Der Hinweis gilt für das gesamte Land.

Berlin - Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona*-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den am Mittwochabend (30. September) aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor.

In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Reisewarnung für Belgien - nur noch ein Nachbarland Deutschlands steht noch nicht auf der Risikoliste

Eine Reisewarnung erfolgt, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen* die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen* übersteigt. Sie ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Es wurde erwartet, dass noch am Abend auch die vom Robert Koch-Institut (RKI) geführte Liste der Corona-Risikogebiete aktualisiert wird. Bisher sind 15 von 27 EU-Länder zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Belgien, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz.

Mehr zum Thema im Video: RKI weitet Reisewarnung für Urlaubsregionen massiv aus

Polen ist das einzige der neun Nachbarländer Deutschlands, das noch nicht auf der Risikoliste steht. Aber auch dort steigen die Infektionszahlen. Die Kriterien für die Einstufung als Risikogebiet und eine Reisewarnung sind für die Länder der EU identisch. In beiden Fällen gilt die Zahl der Neuinfektionen als Maßstab.

Corona-Pandemie: Pauschale Reisewarnung für Länder außerhalb der EU wird aufgehoben

Die pauschale Reisewarnung für gut 160 Länder außerhalb der EU und des Schengen-Raums wird in Deutschland indes zum 1. Oktober aufgehoben. Für die Reisenden dürfte sich de facto allerdings wenig ändern, denn die Pauschalwarnung wird durch speziell zugeschnittene Risikobewertungen für die einzelnen Staaten ersetzt. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wird auch nach dem Monatswechsel weiterhin eine coronabedingte Reisewarnung für fast alle Länder bestehen. (dpa/frs) *Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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