20 Millionen Euro Investition

Russische Firma stellt Corona-Impfstoff in Bayern her - jedoch nicht für Deutsche?

Wann kommt der Corona-Impfstoff? (Symbolbild)
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Eine russische Firma stellt einen Corona-Impfstoff in Bayern her. (Symbolbild)

Eine russische Firma will in Bayern einen Impfstoff gegen das Coronavirus herstellen. Deutschland soll damit aber nicht beliefert werden.

Update vom 9. September: Als eines von weltweit neun Pharmaunternehmen befindet sich AstraZeneca in der entscheidenden Testphase für einen Corona-Impfstoff. Doch die Studie muss ausgesetzt werden.

Bill Gates macht unterdessen große Hoffnung auf die baldige Zulassung einiger Impfstoffe.

Russische Firma stellt Corona-Impfstoff in Bayern her - jedoch nicht für Deutsche?

Erstmeldung vom 5. September: Illertissen - Russland sieht sich mit seinem Corona-Impfstoff* an der Spitze der internationalen Forschung. Russische Unternehmen sind dafür allerdings auch Kooperationen mit anderen Pharma-Konzernen eingegangen, davon profitiert nun ein Werk in Bayern. Das berichtet der Nachrichtensender ntv.

Coronavirus-Impfstoff: Russische Firma investiert in bayerischen Standort Illertissen

Der russische Pharmakonzern R-Pharm investiert Millionen in den Ausbau des bayerischen Standorts Illertissen. Mehr als 20 Millionen Euro sollen in das dortige Werk investiert werden, wie Standortleiter Ivan Semenov der Südwest Presse sagte. Noch im ersten Quartal 2021 soll dort die Fertigung eines sogenannten Oxford-Impfstoffes gegen das Coronavirus starten.

Der russische Mutterkonzern investiert in Illertissen in eine sterile Fertigung, wie ntv weiter berichtet. Die Kapazität sei dabei ausgelegt auf 500 Millionen Impfdosen im Jahr. 35 Länder sollen mit dem Impfstoff beliefert werden, unter anderem die GUS-Staaten (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten). Dazu gehören beispielsweise Russland, Kasachstan oder Armenien. Deutschland oder andere EU-Staaten sollen nicht beliefert werden. Der Oxford-Impfstoff (AZD1222) befindet sich im Moment in der Erprobungsphase III, also der entscheidenden Phase. Diese musste der Oxford-Unternehmenspartner AstraZeneca allerdings vorerst stoppen, weil ein Proband erkrankte.

Ischgl und Starkbier sind längst vorbei. Dennoch ist der Freistaat Bayern wieder Infektions-Spitzenreiter bei der Zahl der Corona-Infektionszahlen. Dabei möchte man Vorbild sein.*

Corona-Impfstoff-Kandidat von AstraZeneca: Drei Milliarden Impfdosen pro Jahr?

Der Impfstoff-Kandidat des Pharmakonzerns AstraZeneca hat in den USA die Spätphase der klinischen Entwicklung erreicht. Für die dritte Phase der Studie werden nur bis zu 30.000 Teilnehmer gesucht, um den Impfstoff zu testen, wie der Konzern kürzlich mitteilte. Im Juli hatte die Firma mitgeteilt, dass eine Studie im frühen bis mittleren Stadium gezeigt habe, dass der Impfstoff „gut verträglich sei und robuste Immunantworten*" gegen das Virus erzeuge. Weitere Tests soll es in Brasilien, Südafrika und Russland geben, wie der Independent berichtet. Der Pharma-Konzern habe bereits Produktionsvereinbarungen mit diversen Ländern, darunter auch Russland, unterzeichnet.

Eine Jahresproduktion von drei Milliarden Impfdosen werde angestrebt. Vor einigen Wochen hatte auch die EU eine Liefervereinbarung mit AstraZeneca über 400 Dosen getroffen, wie ntv weiter berichtet.

Das Werk in Illertissen stellt zu einem späteren Zeitpunkt womöglich auch den Impfstoff „Sputnik V“ her. In Russland ist er bereits zugelassen - trotz Bedenken.

Ein Urlauber aus Deutschland hat bei einer Reise nach Norwegen eine Corona-Regel missachtet - das wurde für ihn teuer.

Auf der ganzen Welt liefern sich Forscher ein Wettrennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus*. Neun Kandidaten befinden sich bereits in der entscheidenden Phase.

Im Video: Wissenschaftler warnen vor russischem Corona-Impfstoff

Alle Nachrichten aus Bayern lesen Sie immer bei uns. (kam) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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