Inzidenz und Fallzahlen fallen

Corona in Österreich: Kurz sieht „Freiheit zum Greifen nah“ - und nennt Unterschied zu Deutschland

Österreich hat den Höhepunkt der dritten Corona-Welle wohl erreicht. Kanzler Kurz macht Hoffnungen: „Die Freiheit ist zum Greifen nah“, sagt er. Der News-Ticker zur Pandemie im Nachbarland.

  • Corona*-Pandemie in Österreich: Auf den Intensivstationen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland herrscht ein „sehr hohes Systemrisiko“.
  • Kanzler Kurz kündigte nun Lockerungen in seinem Land an und erklärte einen Unterschied zu Deutschland (siehe Update vom 16. April, 16.30 Uhr).
  • Jetzt sind erste Details zu den geplanten Lockerungen durchgesickert (siehe Update vom 18. April, 9.23 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Krise in der Alpenrepublik wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 20. April, 14.45 Uhr: Österreich plant in der Coronavirus-Pandemie Öffnungen und Lockerungen. Kanzler Sebastian Kurz bemüht Seitenhiebe in Richtung Deutschland*. Doch wie groß sind die Fortschritte in der Corona-Krise wirklich? Die Covid-19-Zahlen zeigen einen deutlichen Widerspruch (siehe Link).

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Die 7-Tage-Inzidenz sinkt in der Alpenrepublik

Update vom 19. April, 16.55 Uhr: Die Fallzahlen und die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich sinken seit dem 1. April. Und das ohne einem harten Lockdown. Deutschlands Nachbarland denkt indes sogar über weitere Öffnungsschritte nach (siehe Update vom 18. April, 9.23 Uhr). In vielen Regionen sind Geschäfte und Kindergärten nicht geschlossen. Die Schulen befinden sich im Wechseluntericht, eine Pflicht zum Home-Office herrscht nicht.

Wie hat es Österreich geschafft, die Zahlen ohne einem harten Lockdown zu drücken? Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nannte einen Unterschied zur Strategie in Deutschland. „Mittlerweile haben wir ständige Massentests“, verwies er bereits am 16. April auf die immense Zahl an täglichen Tests, die Grundlage für ein Beherrschen der Situation seien. Im Vergleich zu Deutschland gebe es in Österreich wohl eine deutlich geringere Dunkelziffer, sagte Kurz. „In Deutschland hat man einen härteren Lockdown als hier flächendeckend und trotzdem steigende Zahlen“, sagte der Vizerektor der Medizinischen Universität Wien, Oswald Wagner.

„Die Freiheit ist zum Greifen nah“, sagte Kurz. Bei den behutsamen Öffnungsschritten sollen Masken, Tests und der geplante
Grüne Pass für Geimpfte, Getestete und Genesene eine wichtige Rolle spielen. Dennoch befindet sich auch Österreich weiterhin in einer riskanten Corona-Situation. Die Zahlen sinken zwar, doch liegen weiter auf einem hohen Niveau. 2.117 Coronavirus-Neuinfektionen verzeichnete das Land am Montag. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 194,2 (Vergleich Deutschland: 165,3). Ende März lag dieser Wert noch bei 255.

Corona in Österreich: Fast jeder fünfte Mensch hat mindestens eine Erstimpfung

Update vom 18. April, 18.00 Uhr: Die Impfkampagne gegen das Coronavirus macht in Österreich Fortschritte. Fast jeder fünfte Mensch in der Alpenrepublik hat mittlerweile mindestens eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Konkret: Laut Gesundheitsministerium sind 1.743.873 Menschen (19,16 Prozent der Bevölkerung) teilimmunisiert. 713.214 Personen (acht Prozent der Bevölkerung) sind doppelt geimpft.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: In der Alpenrepublik werden manche Produkte knapp

Update vom 18. April, 15.51 Uhr: In Österreich werden jetzt einige Produkte knapp. Die anhaltende Corona-Pandemie und die Suez-Blockade* führen zu teils erheblich verzögerten Lieferungen, wie BusinessLive erklärt.

Vor allem auf Haushaltsgeräte muss man zurzeit lange warten, heißt es vom Handelsverband. Zwei bis drei Monate müssen sich Menschen in Österreich teils gedulden, bis sie ihre neue Waschmaschine oder neuen Geschirrspüler bekommen.

Das liege daran, „dass in der Pandemiezeit, wo jetzt viele Leute Zeit zu Hause verbringen, auch verstärkt ins Zuhause investieren. Und viele sind darauf gekommen, jetzt eine Waschmaschine oder den Geschirrspüler oder gleich eine neue Küche zu kaufen“, beschreibt Elektrofachhandel-Obmann Robert Pfarrwaller im ORF-Radio Ö1.

Engpässe bei Rohstoffen, Computer-Chips und Vormaterialen seien auf die Corona-Krise zurückzuführen. Dass diese Dinge schwer zu bekommen sind, liege aber auch am kürzlichen Stau im Suezkanal.

Corona in Österreich: Kurz lockert den Lockdown - Details für „großflächige Öffnung“ durchgesickert

Update vom 18. April, 9.23 Uhr: Österreichs Kanzler Sebastian Kurz kündigt im Gespräch mit der Zeitung ÖSTERREICH entscheidende Lockerungen an. Ende der Woche würde der Plan offiziell präsentiert, dem Blatt liegt er aber schon jetzt vor.

Die „großflächige Öffnung“ ist für den 17. Mai geplant. Dann soll die Gastronomie - außen wie innen - wieder öffnen. Auch Hotels dürfen wieder aufsperren. Aber es gilt die „Reintestpflicht“. Das heißt, Gäste dürfen nur mit aktuellem, negativen Corona-Test bewirtet bzw. aufgenommen werden. Ab Juni soll das auch mit dem Grünen Pass möglich sein, wie auch ruhr24.de* berichtet.

Kunst und Kultur dürfen ebenfalls auf große Erleichterungen hoffen. Opern, Theater, Kinos und Open-Air-Bühnen sollen wieder spielen dürfen. Dabei gelten allerdings strenge Regeln: FFP2-Maskenpflicht, Kapazitätsgrenze, jeder zweite Sitz muss frei bleiben und natürlich „Reintestpflicht“.

Auch der Sport bleibt nicht außen vor. Fans dürfen wieder in die Fußball-Stadien und auch selbst spielen. Freibäder sollen ebenfalls öffnen dürfen.

Die in Österreich so tragende „Reintestpflicht“ könnte derweil auch noch erleichtert werden. Zumindest, wenn es nach Wirtschaftskammerpräsident Hans Mahrer geht. Selbsttest von zu Hause sollen registriert werden. „In Vorarlberg gibt es Selbsttests mit Videoaufnahme und QR-Code, das könnten wir in ganz Österreich ausrollen“, beschreibt Mahrer.

Ein zweiter Öffnungsschritt ist für den Juni geplant. Laut ÖSTERREICH werden dann alle restlichen Branchen, auch die Nachtgastronomie, wieder in den Betrieb gehen. Für Geimpfte soll die Testpflicht entfallen.

Corona in Österreich: Kurz lockert und erklärt Unterschied zu Deutschland - Impf-Sonderregel sorgt für massive Kritik

Update vom 17. April, 13.47 Uhr: Die Wiener Philharmoniker sind schon geimpft! Das sorgt für massive Kritik. 95 von 148 Mitgliedern der Wiener Philharmoniker sind vorzeitig am Montag gegen Corona geimpft worden. Das bestätigte die Stadt Wien, wie der österreichische derstandard.at berichtet. Die Musiker seien vorgezogen worden „um den Klangkörper international spielfähig zu halten“. Das Orchester nannte „unterschiedliche Spielverpflichtungen“ für die eine Impfung vertraglich vorgesehen sei. Ansonsten würden hohe Vertragsstrafen drohen. Bei den Projekten handelt es sich demnach auch um ein Gastspielkonzert mit Dirigent Riccardo Muti an der Mailänder Scala.

Impfung der Philharmoniker „Schlag ins Gesicht“

Als „Schlag ins Gesicht“ aller anderen Künstlerinnen und Künstler bezeichnete die IG Freie Theaterarbeit die Impfvorreihung der Philharmoniker, schreibt derstandard.at. Die Stadt Wien zeige, „dass sie Menschen – und Kunst – in mehreren Klassen denkt und unterstützt“, heißt es in einer Aussendung. Die Philharmoniker hätten zwar allergrößte Bedeutung, aber auch viele andere in allen Kunstsparten.

Archivfoto der Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert 2019 in Wien.

Update vom 17. April, 8.23 Uhr: In Österreich liegt die 7-Tage-Inzidenz laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 204,6. Und: Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat für Mitte Mai Corona-Öffnungsschritte angekündigt, und zwar in allen Bereichen von Kultur über Sport, Gastronomie bis Tourismus gleichzeitig. Bis Ende kommender Woche will Kurz einen Öffnungsplan vorlegen. Möglich sei das durch den „Impfturbo“. April, Mai und Juni erwarte Österreich eine Lieferung von knapp einer Million Biontech/Pfizer Impfdosen.

Corona in Österreich: Kanzler Kurz will öffnen - „Freiheit ist nah“

Update vom 16. April, 16.30 Uhr: In Österreich sollen alle Branchen in wenigen Wochen unter einem Schutzkonzept öffnen dürfen. Erste Schritte landesweiter und gleichzeitiger Maßnahmen im Tourismus, der Gastronomie, der Kultur und dem Sport seien wohl im Mai möglich, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag in Wien. Einen konkreten Zeitpunkt nannte er noch nicht, sondern verwies auf Detailplanungen in der nächsten Woche. „Die Freiheit ist zum Greifen nah“, so Kurz. Bei den behutsamen Öffnungsschritten sollen Masken, Tests und der geplante Grüne Pass für Geimpfte, Getestete und Genesene eine wichtige Rolle spielen.

„Mittlerweile haben wir ständige Massentests“, verwies Kurz auf die immense Zahl an täglichen Tests, die Grundlage für ein Beherrschen der Situation seien. „Wenn wir jetzt nicht übermütig werden, dann haben wir die Chance, allen Branchen eine Perspektive zu bieten“, sagte Kurz.

Die Zahl der Neuinfektionen ging in jüngster Zeit deutlich zurück, die teils sehr kritische Situation in den Intensivstationen hat sich ebenfalls leicht entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt mit rund 205 noch deutlich über dem deutschen Wert von 160. Im Vergleich zu Deutschland gebe es in Österreich wohl eine deutlich geringere Dunkelziffer, sagte Kurz. „In Deutschland hat man einen härteren Lockdown als hier flächendeckend und trotzdem steigende Zahlen“, sagte der Vizerektor der Medizinischen Universität Wien, Oswald Wagner.

Corona in Österreich: Höhepunkt der dritten Welle ist erreicht - Kanzler Kurz verkündet nächsten Impf-Hammer

Update vom 15. April, 21 Uhr: In der Corona-Krise* in Österreich hat an diesem Donnerstagnachmittag die sogenannte Öffnungskommission ihre Arbeit aufgenommen.

In einer Videokonferenz haben sich laut Tageszeitung ÖSTERREICH Vertreter:innen von Bund, Ländern, Städten, Gemeinden und Sozialpartnern gemeinsam mit Expert:innen beraten.

„Unser Gesundheitssystem bewährt sich, allerdings derzeit auf der wohl höchsten Belastungsstufe. Uns allen ist klar, dass wir nur durch ein rasches Durchimpfen der Bevölkerung wieder in Richtung Normalität, so wie wir sie einst kannten, kommen werden“, erklärte Wiens Landeshauptmann Michael Ludwig in einem ersten Statement: „Und doch ist es wichtig, jetzt darüber nachzudenken, wie solche Öffnungsschritte in Richtung Normalität aussehen könnten. Denn die Menschen in unserem Land sehnen sich nach einer Normalität wie früher.“ Konkrete Ergebnisse für eine zeitliche Abfolge von Öffnungen gibt es noch nicht.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Prognose - kritische Lage auf Intensivstationen bis Ende April

Update vom 15. April, 16.30 Uhr: In Österreich gibt es in der Coronavirus-Pandemie ein sogenanntes COVID-Prognose-Konsortium. Dieses untersteht dem Gesundheitsministerium und soll laut Definition „wöchentlich konsolidierte Kurzfristprognosen zum Verlauf der an COVID-19 erkrankten Personen in Österreich“ geben.

Geht es nun nach diesem Konsortium, so hat die dritte Corona-Welle in der Alpenrepublik aktuell ihren Höhepunkt erreicht. Es gebe immer mehr Geimpfte und Genesene, die Reproduktionszahl (der R-Wert)* sei leicht rückläufig, also die Zahl, die bemisst, wie viele weitere Menschen eine infizierte Person im Schnitt ansteckt. Laut der Experten sei dennoch mit einer Entlastung der Krankenhäuser noch nicht zu rechnen.

Prognostiziert wird bis Ende April. Demnach würden die Intensivstationen in den Bundesländern Wien (rund 1,9 Millionen Einwohner), in Niederösterreich (rund 1,7 Millionen Einwohner) und im Burgenland (rund 300.000 Einwohner) bis Ende des Monats über der systemkritischen Auslastungsgrenze von einem Drittel bleiben. Ab diesen 33 Prozent treten die Corona-Patienten laut Kronen Zeitung „in Konkurrenz mit anderen intensivpflichtigen Patienten“. Heißt: Dann sind die Intensivstationen überlastet.

Zuletzt wurden einzelne Corona-Patienten aus den betroffenen Bundesländern zum Beispiel in Spitäler in der Steiermark oder in Kärnten verlegt, um die Intensivmediziner im besonders betroffenen Osten des Landes ein Stück weit zu entlasten.

Im kritischen Bereich: die Intensivstationen in der dritten Welle der Corona-Pandemie in Österreich.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Sebastian Kurz - Noch mehr Impfdosen von Biontech/Pfizer

Update vom 15. April, 15.45 Uhr: Erstmals wieder richtig gute Nachrichten für Österreich in der Coronavirus-Pandemie. Das Bundeskanzleramt von Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) veröffentlichte an diesem Donnerstag ein Statement, wonach eine Million Impfstoffdosen mehr von Biontech/Pfizer bis Juni in der Alpenrepublik eintreffen sollen.

Davon berichtet das Nachrichtenportal oe24.at. Demnach wird die Liefermenge aus dem vierten Quartal vorgezogen und trifft früher in Österreich ein. Die Folge laut Kurz: Für jeden und jede, die möchten, soll es die Erstimpfungen jetzt früher geben - und nicht erst spätestens in 100 Tagen.

Mehr noch: Die ersten 100.000 zusätzliche Impfdosen des deutsch-amerikanischen Herstellers sollen bis 26. April in Österreich eintreffen und dann direkt an die Impfzentren verteilt werden. Damit könne man nun den „Impf-Turbo“ zünden so Kurz. Stand 14. April, 23.59 Uhr, waren laut Gesundheitsministerium 2.263.713 Impfungen durchgeführt worden. Bereits am Mittwoch hatte Kurz von Fortschritten mit der Europäischen Union (EU) in der Impf-Kampagne berichtet: „Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mich darüber informiert, dass Österreich im zweiten Quartal rund eine Million zusätzliche Impfdosen von Biontech/Pfizer bekommen wird.“ (siehe Update vom 14. April, 21.05 Uhr)

Corona-Pandemie in Österreich:
registrierte Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie586.883
Tote mit oder an Covid-19 seit Beginn der Pandemie9813
Aktive Corona-Fälle in Österreich29.466
Corona-Patienten auf Intensivstationen577
Impfungen gegen das Coronavirus2.263.713

Stand 15. April, 9.30 Uhr, Quelle: oe24.at auf Datenbasis des Gesundheitsministeriums

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Eine Million zusätzliche Impfstoff-Dosen von Biontech/Pfizer

Update vom 14. April, 21.05 Uhr: „Impfturbo für uns“ - Kanzler Sebastian Kurz zeigte sich heute in einer Pressekonferenz sehr erfreut über die zusätzlichen Impfdosen, die auch Österreich durch die Zusatzlieferungen von Biontech/Pfizer erhalten wird, berichtet oe24. Insgesamt eine Million Dosen mehr darf das Land im zweiten Quartal erwarten. „Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mich darüber informiert, dass Österreich im zweiten Quartal rund eine Million zusätzliche Impfdosen von Biontech/Pfizer bekommen wird“, so Kurz in seiner Stellungnahme. Damit könnten 500.000 Menschen voll immunisiert werden.

Auch Vizekanzler Kogler zeigte sich erwartungsfroh: „Es macht uns zuversichtlich, dass wir die Impfziele schneller erreichen können.“ Gute Neuigkeiten für die Bevölkerung, denn das Ziel, dass in 100 Tagen alle Menschen eine Impfung bekommen, die sich eine wünschen, könne jetzt erreicht werden, so Kurz. Die Zusatzdosen könnten auch wegfallende oder verschobene Impfungen der Vektorimpfstoffe ausgleichen. Eins steht für Kurz jedoch fest: Alle zugelassenen Impfstoffe in Österreich werden verwendet.

Corona in Österreich: Infektionszahlen auf hohem Niveau - Hauptstadt ist besonders stark betroffen

Erstmeldung vom 14. April, 14.52 Uhr: Wien - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Österreich weiterhin auf einem hohen Niveau. Von Dienstag auf Mittwoch wurden in der Alpenrepublik 2942 neue Corona-Fälle und 31 Todesfälle gemeldet. Die meisten Neuinfektionen, 888 an der Zahl, wurden in der Hauptstadt Wien registriert.

Corona in Österreich: Wien und Niederösterreich verlängern Oster-Lockdown - Burgenland nicht

Dort wurde der ursprüngliche Oster-Lockdown bereits am Montag erneut verlängert - bis zum 2. Mai. „Es kann jede und jeden treffen“, mahnte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei einer Pressekonferenz zu Beginn der Woche. Als Grund für die erneute Verlängerung des harten Lockdowns nannte er die Auslastung der Intensivstationen. Es seien nun auch viel mehr junge Patienten von schweren Covid-19-Verläufen* betroffen, betonte Ludwig.

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) erklärte ebenfalls am Montag, dass auch ihr Bundesland den Weg weiter mitgehen werde und den Oster-Lockdown ebenfalls bis zum 2. Mai verlängert. Anders hingegen gestaltet sich die Lage im dritten Bundesland, in dem der Oster-Lockdown galt - dem Burgenland. „Wir werden den Lockdown am Montag nicht fortsetzen“, erklärte Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) am Mittwoch.

Corona in Österreich: Burgenland beendet Oster-Lockdown am 19. April - Kurz beobachtet Lage genau

Im Burgenland öffnen damit ab dem 19. April sowohl der Handel, als auch die Schulen. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, erklärte Doskozil. Die wichtigsten Corona-Zahlen, also die Zahl der Neuinfektionen*, die Reproduktionszahl und die 7-Tage-Inzidenz, haben sich in seinem Bundesland „perfekt entwickelt“, so der Landeshauptmann des Burgenlands. In den vergangenen Wochen habe man daher „einen ganz wichtigen Schritt geschafft“, sagte Doskozil.

Er stellte weitere Öffnungen im Burgenland in Aussicht, machte allerdings auch klar: „Wir müssen auch den Mut haben, die Stopp-Taste zu drücken, wenn es notwendig ist.“ Die Regierung erklärte am Mittwoch, sie beobachte die Corona-Lage im Burgenland genau. „Die Situation ist angespannt, aber die Richtung stimmt“, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP)*. „Wir haben mit dem Landeshauptmann gesprochen: wenn es notwendig ist, muss die Notbremse gezogen werden“, versicherte er weiter.

Corona in Österreich: Neuer Gipfel am Freitag - Platter fordert Öffnungsschritte für den Mai

Am Freitag (16. April) steht ein Bund-Länder-Gipfel zur aktuellen Corona-Lage in Österreich ein. Im Hinblick auf das Treffen forderte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) Öffnungen für den anstehenden Monat. „Es muss zu Öffnungsschritten im Mai kommen. Und es wird zu Öffnungsschritten kommen, durchaus auch schrittweise“, so Platter in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur APA.

Der Tiroler Landeshauptmann plädierte dafür, bei den Beratungen am Freitag einen konkreten Zeitplan für Öffnungen im Mai zu beschließen. Dieser müsse insbesondere die Bereiche Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur betreffen. Die Corona-Situation in Tirol sei laut Platter derzeit im Griff. Er verwies auf sinkende Infektionszahlen und eine sehr stabile Lage in den Krankenhäusern. Österreich befinde sich in der Corona-Pandemie derzeit „auf den letzten Metern“ eines Marathons, bilanzierte Platter. „Aber wie so oft: Die letzten Meter sind die schwersten“, so der Appell des Tiroler Landeshauptmanns.

Am Dienstag (13. April) verkündete Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) seinen Rücktritt. Der Nachfolger steht inzwischen fest. (ph) *Merkur.de und ruhr24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Roland Schlager

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