Costa Concordia: Black-Box funktionierte nicht

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Eine US-Spezialfirma wird die gekenterte "Costa Concordia" in den nächsten zwölf Monaten für den Abtransport in einen italienischen Hafen vorbereiten.

Rom - Die Black-Box des verunglückten Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ soll zum Zeitpunkt der Havarie nicht funktioniert haben. Die Reederei streitet die Vorwürfe ab.

Der technische Direktor der italienischen Unglücksreederei Costa Crociere habe zwei Tage vor dem Unfall Reparaturbedarf an der Black-Box angemeldet, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Dienstag. Bei Ankunft in der Hafenstadt Savona hätte das Gerät repariert werden sollen.

Bei der Havarie des Kreuzfahrtschiffes vor der toskanischen Insel Giglio waren am 13. Januar 30 Menschen ums Leben gekommen, darunter zwölf Deutsche. Zwei Menschen werden immer noch vermisst.

Die Zeitung berichtete weiter, der technische Direktor Pierfrancesco Ferro habe sich vor dem Unfall in einer E-Mail darüber beklagt, dass die Box nicht funktioniere. Die Mail liege der Untersuchungsbehörde in der toskanischen Stadt Grosseto seit April vor.

Die Reederei bestreite eine Fehlfunktion. Es habe eine Fehlermeldung gegeben, aber „das bedeutet absolut nicht, dass das Gerät nicht funktioniert hat“. Die Black-Box sammelt technische Daten des Schiffes und Informationen zur Fahrtroute.

dpa

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