Darum bekommen die Deutschen so wenige Kinder

Nürnberg - Der Wunsch nach Freiheit ist aus Sicht der Deutschen der Hauptgrund dafür, dass viele hierzulande keine Kinder bekommen. Was noch alles eine Rolle spielt: 

60 Prozent der Bundesbürger sagen laut einer repräsentativen GfK-Umfrage, dass der Wunsch nach Unabhängigkeit und Freiheit vom Kinderkriegen abhält. Dass Kinder zu viel Geld kosten, halten 58 Prozent für ausschlaggebend. Der fehlende richtige Partner ist für 39 Prozent Grund für die geringe Geburtenrate in Deutschland. Innerhalb der Bevölkerung werden unterschiedliche Gründe in den Vordergrund gerückt. So führen Westdeutsche eher den fehlenden Partner an (West: 41 Prozent, Ost: 32 Prozent), Ostdeutsche sehen fehlende staatliche Voraussetzungen als Ursache (West: 43 Prozent, Ost: 58 Prozent).

Abweichungen zeigen sich auch bei der Unterteilung nach dem Nettoeinkommen. Besserverdienende glauben, dass die berufliche Laufbahn bedeutender als eine Familiengründung ist: Dies sagen 56 Prozent der Befragten, die mehr als 2500 Euro monatlich zur Verfügung haben. Von denjenigen, die weniger als 1000 Euro verdienen, sind es nur 45 Prozent. Geringverdiener glauben eher, dass den Deutschen “der Partner fürs Leben“ fehlt und sie keinen Nachwuchs bekommen, weil das Kind bei nur einem Elternteil aufwachsen müsste (ab 2500 Euro: 19 Prozent, unter 1000 Euro: 32 Prozent). Für die Umfrage im Auftrag der Stiftung für Zukunftsfragen wurden 2000 Personen ab 14 Jahren interviewt.

dpa

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