Deutscher in Afghanistan entführt

Kabul - Ein Deutscher ist in Afghanistan vorübergehend entführt worden. Die Geiselnahme habe einen kriminellen und keinen politischen Hintergrund gehabt, hieß es.

Aus Sicherheitskreisen in Kabul erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Freitag, es habe sich um einen Mitarbeiter des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) gehandelt. Die Freilassung sei “nach kurzer Zeit“ erreicht worden, ohne dass Lösegeld gezahlt worden sei. Zu dem Vorfall sei es bereits in der vorvergangenen Woche in der westafghanischen Provinz Herat gekommen.

Die Geiselnahme habe einen kriminellen und keinen politischen Hintergrund gehabt, hieß es weiter. Die Tat sei geheim gehalten worden, um die Verhandlungen mit den Kidnappern nicht zu gefährden. Befürchtet worden sei, dass die kriminellen Geiselnehmer ihr Opfer an radikal-islamische Aufständische hätten weiterreichen können. Wie die Freilassung erwirkt wurde, wurde zunächst nicht bekannt.

dpa

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