Deutschland schrumpft

Wiesbaden - Die Bevölkerung in Deutschland wird immer weniger. Doch im Vergleich zum Vorjahr ist der Rückgang weniger dramatisch, weil aus dem Ausland mehr Menschen zugewandert sind.

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes lebten Ende vergangenen Jahres 81,75 Millionen Menschen im Land, 51.000 oder 0,1 Prozent weniger als 2009. Nach der Geburten- und Sterbestatistik hätte der Rückgang stärker ausfallen müssen. So wurden 2010 zwar 678.000 Kinder geboren, 13.000 mehr als im Vorjahr, wie die Behörde am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Gestorben sind aber 859.000 Menschen, 4000 mehr als im Vorjahr. Damit betrug die Lücke 181.000 Menschen. Abgeschwächt wurde diese Entwicklung durch wachsende Zuwanderung. Gut 798.000 Menschen zogen im vergangenen Jahr nach Deutschland, 77.000 mehr als im Vorjahr. Knapp 671.000 Menschen verließen das Land, 63.000 weniger als 2009. Das ergibt einen Überschuss von rund 128 000 Menschen. Seit 2002 geht die Bevölkerung in Deutschland kontinuierlich zurück. Vor allem wegen der Bereinigung der Melderegister nach Einführung der persönlichen Steuer-Identifikationsnummer sank die Zahl der Einwohner 2009 um 210.000 und 2008 um 215.000. Hauptgrund dafür war, dass viele Ausländer in ihre Heimat zurückgekehrt waren, ohne sich abzumelden. Sie wurden 2008 und 2009 von Amts wegen abgemeldet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesen

News-Ticker zum Hochwasser: Einsatzkräfte verärgert über Gaffer
News-Ticker zum Hochwasser: Einsatzkräfte verärgert über Gaffer
Neue Details zum Amokläufer in München: Er war zuvor bei Tugce
Neue Details zum Amokläufer in München: Er war zuvor bei Tugce
Kettensägen-Angreifer hat bei der Festnahme Armbrüste dabei
Kettensägen-Angreifer hat bei der Festnahme Armbrüste dabei
Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 
Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Kommentare