Drei Hanta-Todesfälle in Nationalpark

San Francisco - In einem kalifornischen Nationalpark ereignete sich der dritte Hanta-Todesfall. Menschen können den gefährlichen Virus auf erschreckend leichtem Weg aufschnappen.

Ein dritter Mensch ist nach dem Besuch des kalifornischen Yosemite-Nationalpark am Hantavirus gestorben. Einzelheiten wurden nicht bekannt. Bereits vor etwa einer Woche hatte der von Nagetieren übertragene Erreger zwei Menschenleben gefordert. Die Parkverwaltung meldete am Freitag auch zwei neue Erkrankungen.

Die Mitarbeiter des Nationalparks versuchten unterdessen, Camper über die Gefahren zu unterrichten. „Wir wollen sicher sein, dass die Besucher alle Informationen über diesen seltenen Virus haben“, sagte Parkchef Don Neubacher. „Wir arbeiten eng mit den Gesundheitsbehörden von Staat und Bund zusammen und empfehlen allen Besuchern, die dem Virus ausgesetzt gewesen sein könnten, bei den ersten Symptomen sofort medizinischen Rat zu suchen.“

Diese Symptome ähneln einer Grippe: Nach einer Inkubationszeit von einer bis sechs Wochen bekommt der Patient hohes Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen. Die Erreger können auch die Lunge oder Nieren befallen und Blutungen auslösen. Das Hantavirus wird über den Kot von Nagetieren, vor allem von Mäusen, verbreitet. Der Mensch nimmt den Erreger über die Atemluft auf.

Nach Informationen der US-Behörde zur Seuchenkontrolle (CDC) sind in den USA zwischen 1993 und 2011 insgesamt 587 Hantavirus-Erkrankungen bekannt geworden. Etwa jede dritte endete tödlich.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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