Acht Tote nach Anschlägen in Bagdad und Tikrit  

Tikrit - Ein Selbstmordattentäter hat im nordirakischen Tikrit mit einer Autobombe elf Menschen in den Tod gerissen. Außerdem wurden fünf amerikanische Soldaten bei einem Raketenangriff bei Bagdad getötet.

Die Gewalt im Irak nimmt wieder zu. Unbekannte feuerten am Montag eine Rakete auf einen Militärstützpunkt am Flughafen von Bagdad und töteten fünf US-Soldaten. Das US-Militärkommando im Irak bestätigte den Tod der Soldaten, nannte jedoch keine Details.

Die letzten US-Truppen sollen Ende dieses Jahres das Land verlassen. In der nördlichen Stadt Tikrit tötete ein Selbstmordattentäter elf Soldaten. 19 Menschen wurden nach Informationen aus Sicherheitskreisen verletzt, als er sich mit einer Autobombe an einer Straßensperre vor einer Wohnsiedlung in die Luft sprengte, die von Politikern und hochrangigen Staatsdienern bewohnt wird.

Der Chef der Behörde für Nationale Sicherheit in Tikrit, Oberst Dschasim Mohammed, zog die Konsequenz aus der Eskalation der Gewalt in der Stadt und reichte seinen Rücktritt ein. Am vergangenen Freitag hatten Terroristen in der Stadt, die vorwiegend von sunnitischen Arabern bewohnt wird, bereits 24 Menschen getötet.

In einem Dorf der westlichen Provinz Anbar sprengten Unbekannte das Haus eines Mitglieds der Erneuerungsbewegung von Vizepräsident Tarik al-Haschimi in die Luft. Die Sicherheitskräfte berichteten, der Politiker, zwei weibliche Familienangehörige und ein Kind seien gestorben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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