Auswärtiges Amt meldet sich zu Wort

Student unter Ebola-Verdacht: Ist er aus Deutschland?

Kigali - Er hielt sich nur ein paar Tage im westafrikanischen Liberia auf - dann die ersten Symptome. Nun wurde der Student wegen Ebola-Verdachts isoliert.

Ein Student aus Deutschland wird wegen Ebola-Verdachts in einem Krankenhaus in Ruanda untersucht. Der kürzlich aus Liberia zurückgekehrte Mann wurde mit Symptomen, die auch bei Ebola auftreten, in einer Klinik der Hauptstadt Kigali isoliert, teilte Gesundheitsministerin Agnes Binagwaho am Montag im Kurznachrichtendienst „Twitter“ mit.

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin sagte, die Ergebnisse der Untersuchung würden in den nächsten zwei Tagen erwartet. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes wies darauf hin, letztlich sei noch unklar, ob es sich bei der Person tatsächlich um einen deutschen Staatsangehörigen handle. Die deutsche Vertretung in Kigali bemühe sich mit Nachdruck um Aufklärung.

Bei dem Studenten sei bereits eine Malaria-Infektion festgestellt worden, hieß es weiter. Der Test auf Ebola erfolge, um „100-prozentig“ sicher zu sein. Sowohl bei Malaria als auch bei Ebola können Symptome wie Fieber und Durchfall auftreten. Viele der in den vergangenen Tagen weltweit registrierten Verdachtsfälle gingen auf Malaria zurück.

Proben seien an ein Labor geschickt worden, so Binagwaho. Die Testergebnisse sollten binnen 48 Stunden vorliegen. Es handelt sich um den ersten Ebola-Verdachtsfall in Ruanda.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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