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Endspurt in den Skigebieten

„Die Schneeverhältnisse sind einfach irre, nahezu perfekt“

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Liftbetrieb auf der Zugspitze (Archivbild): Auf Deutschlands höchstem Berg fiel jetzt ein halber Meter Neuschnee.

München - Der Winter kam spät, dafür wollte er am Ende gar nicht mehr gehen. Nach Ostern kommen die Skifahrer in Bayern nochmal voll auf ihre Kosten - zumindest auf der Zugspitze und im Allgäu, wo die Lifte in Betrieb waren.

Kurz vor dem Ende der Wintersportsaison wurde es beinahe zu viel Schnee. „Wir kämpfen gerade, dass wir die Lifte und Pisten in Betrieb bekommen“, sagte ein Sprecher der Bayerischen Zugspitzbahn. Nach einem halben Meter Neuschnee über Nacht konnten am Donnerstag nur zwei von fünf Skiliften fahren. Aber auf dem 2962 Meter hohen Berg klagte keiner über die zusätzliche Arbeit. „Wir freuen uns immer über Schnee. Dass wir am Ende noch mal so reichlich beschenkt werden, ist natürlich erfreulich.“ Immerhin machte sich der Neuschnee auch prompt in überdurchschnittlich guten Besucherzahlen bemerkbar.

Insgesamt verzeichnen die Liftbetreiber in den bayerischen Skigebieten eine positive Bilanz für die Wintersportsaison 2016/17, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Auch wenn die Saison spät angefangen habe, betonte Jörn Homburg von den Allgäuer Bergbahnen, sei man in den Skigebieten rund um Oberstdorf sowie im Kleinwalsertal zufrieden.

„Schneeverhältnisse sind einfach irre, nahezu perfekt“

Der neuerliche Wintereinbruch beschert dem Allgäu nun ein gelungenes Saisonende. „Die Schneeverhältnisse sind einfach irre, nahezu perfekt“, berichtete Homburg. Wintersportler können ihre Kurven in den „richtig guten Winterschnee“ noch an der Kanzelwand und am Nebelhorn ziehen. Dort sind weiterhin acht Lifte bis zum 24. April beziehungsweise 1. Mai geöffnet.

Zu Beginn des Winters warteten auch die Liftbetreiber in der Region zwischen Brauneck nahe Bad Tölz und Sudelfeld bei Bayrischzell sehnsüchtig auf Schnee. Peter Lorenz vom Liftkartenverbund AlpenPlus räumte ein: „Der Ansturm in den Weihnachtsferien blieb aus.“ Nur mit Kunstschnee konnten die Hauptabfahrten im Dezember geöffnet werden.

Mehr Wintersportler als im Vorjahr

Erst bei Schneefall und Minusgraden im Januar zog der Betrieb an, dafür gleich richtig. Bei strahlendem Sonnenschein drängten Skifahrer und Snowboarder an den Wochenenden auf die Piste. Dank des außergewöhnlich guten Monats verzeichneten die Betreiber trotz durchwachsenem Februar und frühlingshaftem März eine „durchschnittliche Saison“. Es kamen sogar etwas mehr Wintersportler als ein Jahr zuvor.

In das größte Skigebiet im Bayerischen Wald reisten an den guten Tagen im Januar bis zu dreieinhalbtausend Wintersportler. Andreas Stadler von der Arber-Bergbahn betonte, “viele Sonnentage“ lockten auch Rodler und Winterwanderer auf den Großen Arber. In Reit im Winkl in Oberbayern rechnete man auf Pisten, Loipen und Winterwanderwegen mit einem leichten Besucherplus gegenüber 2015/16.

Von dem Überraschungs-Winter im April konnte allerdings keine der drei Regionen profitieren, die Skilifte hatten schon seit einigen Wochen den Betrieb eingestellt. Ärgern wird sich Lorenz deswegen nicht: „Der Schnee wäre uns zu Weihnachten lieb gewesen.“

dpa

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