Tuwa verhängt Ausnahmezustand

Erdbeben erschüttert sibirische Republik

Moskau - Nach einem schweren Erdbeben in Sibirien hat die betroffene Republik Tuwa im Süden Russlands an der Grenze zur Mongolei den Ausnahmezustand verhängt.

Das Beben hatte eine Stärke von 6,8. Wegen Nachbeben und Einsturzgefahr von Gebäuden evakuierten die Behörden einzelne Krankenhäuser sowie einige andere Gebäude, wie der Zivilschutz nach Angaben der Agentur Interfax am Sonntag mitteilte. Über Opfer und größere Schäden war zunächst nichts bekannt. Das Epizentrum lag etwa 100 Kilometer östlich der Stadt Kysyl.

Nach Behördenangaben richteten Einsatzkräfte in Schulen und Kindergärten allein in Tula 41 Notunterkünfte für mehr als 5000 Menschen ein. In vielen Gebäuden in der Region seien bei dem etwa 30 bis 40 Sekunden langen Erdstoß Scheiben geborsten und Wände gerissen. Vereinzelt gab es Berichte über Stromausfälle. Es war bereits das zweite schwere Beben in dem Gebiet in diesem Winter. Geologen erwarten nach einem ähnlich starken Erdstoß im Dezember weitere Erschütterungen.

dpa

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