Ermittler zerschlagen internationales Schleuser-Netzwerk

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Zwei Beamte der Bundespolizei führen einen Verdächtigen ab. Foto: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Koblenz (dpa) - Die Polizei in Deutschland und Italien hat gemeinsam ein internationales Schleuser-Netzwerk zerschlagen. Neun Beschuldigte wurden im Rhein-Main-Gebiet sowie im Raum Dortmund und in Hamburg festgenommen, darunter eine Frau.

Ein zehnter Verdächtiger ging der Polizei in Italien ins Netz. Bei der Durchsuchung von 25 Wohnungen in Deutschland wurde zudem umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, wie die Ermittler mitteilten.

Die Verdächtigen im Alter von 19 bis 38 Jahren sollen die Schleusung von Menschen aus dem nordostafrikanischen Eritrea von Italien nach Deutschland und in andere Staaten organisiert haben. Sie sollen dafür viel Geld kassiert haben. Die Ermittler gehen von mehr als 700 eingeschleusten Menschen aus.

Schwerpunkt der Polizeiaktion war der Dienstagmorgen. Rund 400 Einsatzkräfte waren dabei, als die Wohnungen durchsucht und sieben Verdächtige festgenommen wurden. Zwei weitere verdächtige Männer waren bereits vor einer Woche in Frankfurt festgenommen worden, weil sie sich nach Kanada absetzen wollten und einer in den Besitz einer Schusswaffe gelangt war.

Parallel dazu ging die Polizei in Italien gegen die Schleuserbande vor. Sie nahm auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Dortmund einen Mann fest, der mit europäischem Haftbefehl gesucht wurde. Seine Auslieferung nach Deutschland wird beantragt. Die Festnahmen gehen auf gemeinsame einjährige Ermittlungen zurück. Das teilten die Staatsanwaltschaften Darmstadt, Frankfurt und Dortmund sowie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Bexbach (Saarland) und die Frankfurter Polizei am Dienstag gemeinsam mit.

Mitteilung der Ermittler

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