Fidel Castro: Kapitalismus funktioniert nicht

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Fidel Castro ist sich sicher, dass der Kapitalismus nicht funktioniert.

Havanna - Kubas Revolutionsführer Fidel Castro hat Darstellungen zurückgewiesen, er halte das kommunistische System in seinem Land für nicht mehr praktikabel.

In einem Interview mit dem amerikanischen Journalisten Jeffrey Goldberg habe er zwar gesagt, das kubanische Modell funktioniere nicht mehr. Allerdings hab er “genau das Gegenteil“ gemeint, nämlich dass der Kapitalismus ausgedient habe, sagte Castro am Freitag.

“Wie die ganze Welt weiß, ist meine Idee, dass der Kapitalismus nicht einmal mehr für die USA gut ist, und schon gar nicht für die Welt, da er sie von einer Krise in die nächste führt, die immer schwerer wird und sich wiederholt“, sagte der 84-Jährige bei der Vorstellung eines weiteren Bandes seiner Memoiren in der Universität von Havanna. “Wie könnte ein solches System dienlich sein für ein sozialistisches Land wie Kuba?“, fuhr Castro fort, der in dem Karibikstaat vor einem halben Jahrhundert den Kommunismus eingeführt und das Land seither ununterbrochen regiert hatte, ehe er 2006 die Führung krankheitsbedingt an seinen Bruder Raúl abgab.

Das in der US-Zeitschrift “The Atlantic“ erschienene Interview hatte weltweit Aufsehen und ungläubiges Staunen darüber erregt, dass Castro seine sozialistischen Grundsätze über Bord werfen könnte. “Das kubanische Modell funktioniert nicht einmal mehr für uns“, hatte der Revolutionsführer dem amerikanischen Journalisten Goldberg auf die Frage geantwortet, ob das kubanische System noch immer exportwürdig sei.

“Ich sagte ihm das ohne Bitternis und ohne Besorgnis“, erklärte Castro am Freitag weiter. “Es vergnügt mich jetzt zu sehen, wie er das buchstabengetreu interpretiert.“

dpa

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