Flugzeug abgestürzt - kaum Hoffnung auf Überlebende

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Verzweiflung bei den Angehörigen: Eine Frau wischt sich die Tränen aus dem Gescicht, nachdem sie auf dem Internationalen Flughafen von Jinnah vom Absturz der Boeing 737 der privaten Fluglinie Bhoja Air erfahren hat.

Islamabad - Der Jungfernflug endete tödlich: Eine Linienmaschine aus Karachi stürzt kurz vor dem Zielflughafen Islamabad bei schlechtem Wetter in ein Dorf. Rettungskräfte rechnen mit vielen Toten.

Auf dem Jungfernflug ist eine pakistanische Linienmaschine mit 122 Menschen an Bord bei heftigem Regen nahe Islamabad abgestürzt. Da die Boeing 737 der privaten Fluglinie Bhoja Air am Freitag auf ein Dorf wenige Kilometer von der pakistanischen Hauptstadt entfernt stürzte, befürchteten Rettungskräfte, dass insgesamt etwa 150 Menschen ums Leben kamen. Innenminister Rehman Malik sagte, möglicherweise sei das Flugzeug vom Blitz getroffen worden. Die Flügel hätten vor dem Absturz gebrannt. Bis in die Nacht bargen Rettungskräfte nach Angaben der Regierung etwa 50 Leichen. Die Maschine war auf dem Weg von der Hafenstadt Karachi nach Islamabad.

Entsetzen und Verzweiflung nach Absturz der Boeing 737

Entsetzen und  Verzweiflung nach 737-Absturz

Nach der Liste der Fluggesellschaft seien 111 erwachsene Passagiere, 5 Kinder und 6 Besatzungsmitglieder an Bord gewesen, sagte der Sprecher der pakistanischen Zivilflugbehörde, Pervez George. Er hatte die Zahl der Menschen an Bord zuvor mit 131 angegeben. Die Sprecherin des Rettungsdienstes 1122, Deeba Shehnaz, sagte am Absturzort, nach ihrer Einschätzung habe niemand an Bord überlebt. Auch unter den Dorfbewohnern habe es Opfer gegeben. Sie schätze, dass die Überreste von insgesamt etwa 150 Menschen dort verstreut lägen.

Ein Bewohner des betroffenen Dorfes namens Qadir sagte dagegen: „Einige Teile (des Flugzeugs) fielen auf unsere Häuser, aber Gottlob verloren wir weder Menschen noch Vieh.“ Das Flugzeug sei auf den Boden geprallt, wieder in die Luft geschnellt und dann in Einzelteile zerbrochen.

George sagte, Bhoja Air sei 2010 bankrott gewesen und habe den Betrieb erst im vergangenen Monat wieder aufgenommen. Die Maschine der Fluglinie habe auf dem Jungfernflug nach Islamabad um 17.10 Uhr Ortszeit (14.10 MESZ) in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi abgehoben. Eineinhalb Stunden später sei der Kontakt zum Tower in Islamabad abgerissen. Auf der Homepage kündigte die Fluglinie „zusätzliche tägliche Flüge“ zwischen Karachi und Islamabad ab Freitag an.

Vor knapp zwei Jahren war ein Flugzeug der privaten Fluglinie Air Blue auf derselben Route von Karachi nach Islamabad bei Monsunregen in die Berge nördlich der pakistanischen Hauptstadt gestürzt. Bei dem bis dahin schlimmsten Unglück der zivilen Luftfahrt in Pakistan waren im Juli 2010 mehr als 150 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine war wegen des schlechten Wetters über Islamabad gekreist und schließlich an einer Bergwand zerschellt. Islamabads Flughafen liegt in der benachbarten Garnisonsstadt Rawalpindi.

dpa

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