Frau stirbt nach Handtaschendieb-Verfolgung

Iserlohn - Eine Frau ist bei der Verfolgung eines Handtaschen-Diebes so schwer verletzt worden, dass sie Tage später im Krankenhaus starb. Jetzt ermittelt die Polizei wegen vorsätzlicher Tötung.

Die 35-Jährige war am vergangenen Freitag in Nordrhein-Westfalen in einem Imbiss in Iserlohn bestohlen worden. Nun werde wegen eines vorsätzlichen Tötungsdeliktes ermittelt, berichtete die Hagener Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Iserlohn.

Nach Informationen der Ermittler hatte die Ehefrau des Geschäftsinhabers bemerkt, wie ein junger Mann ihre Handtasche genommen und aus dem Ladenlokal verschwunden war. Sie verfolgte den Täter, der in ein abgestelltes Auto sprang. Als der mit insgesamt drei Männern besetzte Wagen mit noch offener Tür losbrauste, stand die Frau auf dem Einstieg des Wagens und hielt sich an dem Auto fest.

Die Tür streifte einen Poller am Straßenrand und schlug der Frau in den Rücken. Die Mutter von drei Kindern wurde zu Boden geschleudert und erlitt einen Bruch der Wirbelsäule. Sie erlag ihren schweren Verletzungen am Mittwochabend in einem Krankenhaus. Von dem Wagen und den drei Insassen fehlte bislang jede Spur.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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