In Kolumbien

Freilassung deutscher Geiseln gescheitert

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Rebellen der ELM in Kolumbien

Bogotá - Die angesagte Freilassung von zwei in Kolumbien entführten deutschen Touristen, darunter ein Mann aus Gröbenzell, ist vorerst gescheitert.

Staatschef Juan Manuel Santos teilte am Donnerstagabend (Ortszeit) über Twitter mit, die beiden Entführten seien entgegen den Erwartungen von der ELN-Guerilla nicht an das Internationale Rote Kreuz (IKRK) übergeben worden. Nach Angaben des IKRK wurde die Freilassung auf Freitag verschoben , berichtete der Rundfunksender RCN.

Bei den Entführten handelt es sich um zwei Rentner aus Bayern und Südhessen, einer davon aus Gröbenzell. Die zuvor angeordnete Einstellung der Militäroperationen und der Luftverkehr in der Region Catatumbo soll bis zum Freitag andauern, um die Operation nicht zu behindern.

Die Brüder im Alter von 69 und 72 Jahren waren in einem Geländewagen durch Lateinamerika gereist. Sie wurden am 3. November im ölreichen Nordosten Kolumbiens von Rebellen der „Nationalen Befreiungsarmee“ (ELN) entführt. Die ELN gab an, die Weltreisenden für Spione gehalten zu haben.

Die Entführung war erst Anfang Februar bekanntgeworden, als die ELN-Guerilla die Familien der Geiseln anschrieb und Informationen über sie verlangte.

Mitte Februar hatte die ELN bereits zwei Peruaner und drei Kolumbianer freigelassen, die sie einen Monat zuvor in der nördlichen Provinz Bolívar in einem Minenlager als Geiseln genommen hatte. Ein ebenfalls dort von der ELN entführter Kanadier ist weiterhin in Gefangenschaft.

dpa

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