Bayern-Star setzt noch einen drauf

Musiala trägt im DFB-Team niedlichen Spitznamen - Jetzt treibt es Müller auf die Spitze

Spätestens nach seinem starken Debüt ist Jamal Musiala bei seinen DFB-Kollegen angekommen. Einen passenden Spitznamen hat der 18-Jährige bereits.

Herzogenaurach - Erstmals sah sich Bundestrainer Joachim Löw* beim letzten Vorrundenspiel seines DFB-Teams gegen Ungarn gezwungen, auf das Mittelfeld-Talent Jamal Musiala zurückzugreifen. Der 18-Jährige bestritt am Mittwoch sein erst viertes Länderspiel, war maßgeblich am Remis beteiligt und wurde nebenbei zum jüngsten Turnier-Debütanten in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft. Bei seinen Kollegen ist der Senkrechtstarter der Saison längst angekommen und hat sogar schon einen charakteristischen Spitznamen.

DFB: Bayern-Kollege Gnabry über Jamal Musialas Spitznamen - „Ein lieber, süßer Kerl“

Schmunzelnd beantwortete Bayern-Star Serge Gnabry* bei der DFB-Pressekonferenz am Mittwoch die Fragen zu seinem Teamkollegen, der innerhalb der Nationalmannschaft „Bambi“ genannt wird. „Der Spitzname kam glaube ich von Leroy (Sané, Anm. d. Red.)“, erinnerte sich Gnabry auf die Frage nach der Entstehung des an den Disney-Klassiker angelehnten Necknamens.

„Man kann einen Zusammenhang an seinen Bewegungen erkennen, die ja sehr flüssig sind“, vergleicht Gnabry Musiala mit dem jungen Hirsch aus dem legendären Kinderfilm. „Er kommt immer an seinen Gegenspielern vorbei und ist zudem noch extrem jung und einfach ein lieber, süßer Kerl“, lobt ihn sein sieben Jahre älterer Kollege. Musiala sei ein „ganz angenehmer Junge“.

Auch der nebenberufliche Instagram-Komiker Thomas Müller konnte sich einen Bambi-Scherz nicht verkneifen und trieb es auf die Spitze. Der Bayern-Spieler postete ein Foto mit dem 18-Jährigen bei der Autogrammstunde des DFB am Samstag in seine Story. „Mit meinem Bambi(no)“, schrieb der 31-Jährige dazu und gibt seinem Scherz mit zwei Hirsch-Emojis Nachdruck.

DFB: Thomas Müller nimmt „Bambino“ Musiala auf den Arm - 18-Jähriger vor emotionaler Partie gegen England

„Bambino“ ist der italienische Begriff für Kind, im deutschen Fußball ist der Begriff gleichbedeutend mit der F- oder G-Jugend - also den Kleinsten. Aufgrund seines Alters muss sich Musiala wohl einige solcher Sprüche von seinen erfahrenen DFB*-Kollegen anhören, auch wenn diese stets mit einem Augenzwinkern geklopft werden.

Thomas Müller postete ein Bild mit „Bambi(no)“ Musiala in seine Story.

Denn seine älteren Kollegen können Musiala für dessen Einsatz im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn danken. Musiala leitete nach seiner Einwechslung den entscheidenden Treffer ein, indem er drei Gegenspieler auf sich zog und schließlich den Torschützen Leon Goretzka im Rückraum fand. Gegen seine zweite Heimat England*, für die der Teenager ebenfalls spielberechtigt gewesen wäre, hofft Musiala nun auf seinen zweiten Turnier-Einsatz. Vor der Partie gab es für sein Team aufgrund einer UEFA-Entscheidung bereits einen kleinen Rückschlag. (ajr)

Rubriklistenbild: © Christof Stache/AFP

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