Obama dabei

Gedenkfeier für Opfer des Newtown-Amoklaufs

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Barack Obama hat zusammen mit Frau Michelle der Opfer des Newtown-Amoklaufs gedacht

Newtown - Am Jahrestag des Schulmassakers von Newtown im US-Bundesstaat Colorado haben Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle schweigend der Opfer gedacht.

Im Kartenraum des Weißen Hauses zündeten die Obamas am Samstag für jedes der 26 Todesopfer des Massakers vom 14. Dezember 2012 eine Kerze an. Dann hielten sie inne, bevor sie wortlos den Raum verließen.

In Newtown selbst war keine Gedenkveranstaltung angesetzt. Allerdings wurde dort in Erinnerung an die 26 Opfer 26 Mal die Glocke geschlagen. Zwei Vereinigungen - die Gruppe Bürgermeister gegen illegale Waffen und die Aktion Mütter verlangen Handlungen - organisierten Gedenkveranstaltungen in 35 Bundesstaaten.

In seiner wöchentlichen Rundfunkansprache hatte Obama einen neuen Anlauf genommen, für schärfere Waffengesetze zu werben. "Wir müssen mehr tun, um gefährliche Leute daran zu hindern, so leicht an Schusswaffen zu kommen", sagte Obama. Angesichts des Widerstandes im republikanisch dominierten US-Senat nahm der Präsident diesmal die Bevölkerung in die Pflicht: "Echter Wandel wird nicht aus Washington kommen. Er wird auf dem Weg kommen, den er immer genommen hat: von Euch, von der Bevölkerung der USA."

Am 14. Dezember 2012 hatte der 20-jährige Adam Lanza in der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown 20 Erstklässler und sechs Erwachsene erschossen, bevor er sich selbst tötete. Das Gedenken am Samstag wurde von einer neuen Gewalttat an einer Schule überschattet. Im US-Bundesstaat Colorado verletzte ein Jugendlicher zwei Mitschüler mit Schüssen und tötete sich anschließend selbst. Der 18-Jährige hatte es nach Polizeiangaben auf einen Lehrer abgesehen, als er am Freitag mit einem Jagdgewehr die Schule in Centennial stürmte.

afp

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