Gefährdeter Titicacasee: Bolivien will Verschmutzung bekämpfen

Tote Frösche treiben am Ufer des Titicaca-Sees. Der malerische See in den bolivianischen und peruanischen Anden ist seit Jahren bedroht. Foto: Arturo Muñoz Saravia/Museo de Historia Natural Alcide d'Orbigny
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Tote Frösche treiben am Ufer des Titicaca-Sees. Der malerische See in den bolivianischen und peruanischen Anden ist seit Jahren bedroht. Foto: Arturo Muñoz Saravia/Museo de Historia Natural Alcide d'Orbigny

La Paz (dpa) - Müll, Abwässer, tote Tiere: Der malerische Titicacasee in den bolivianischen und peruanischen Anden ist seit Jahren bedroht. Die bolivianische Regierung will nun für 10 Millionen Bolivianos (1,26 Mio. Euro) Reinigungs- und Kläranlagen sowie Öko-Toiletten in den am See liegenden Gemeinden errichten, wie die Zeitung «El Diario» berichtete.

Er ist einer der größten Trinkwasserspeicher in Südamerika und damit Lebensgrundlage von rund zwei Millionen Menschen. Mit 3800 Metern Höhe ist er der größte Hochlandsee der Erde und der größte See Südamerikas.

Nach Auskunft der Umweltstiftung WWF droht durch die Öko-Krise dem seltenen Titicaca-Riesenfrosch, der nur hier vorkommt und mit einem Gewicht von bis zu einem Kilogramm zu den größten Froscharten der Welt zählt, schlimmstenfalls die Ausrottung.

Der Titicacasee war 2012 von der Stiftung Global Nature Fund (GNF) zum «Bedrohten See des Jahres» gewählt worden - seither hat sich wenig verbessert. Bei Touristen beliebt ist unter anderem der Ort Copacabana, von hier aus geht es per Boot zur traumhaften Isla de Sola, die in der Inka-Mythologie eine wichtige Rolle spielte.

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