Großeinsatz nach versuchtem Raubüberfall

Geiselnahme in Pariser Reisebüro: Bewaffneter flieht

Paris - Ein mit einer Handfeuerwaffe bewaffneter Mann hat am Freitagabend in einem Reisebüro in Paris mehrere Geiseln genommen. Kurz darauf ergriff er die Flucht.

Ein offenbar fehlgeschlagener Raubüberfall hat am Freitagabend die Pariser Polizei in Atem gehalten. Dem Sender BFMTV zufolge drang kurz vor Geschäftsschluss ein bewaffneter Mann in das asiatische Reisebüro ein und fragte nach dem Tresor.

Dann nahm er mehrere Geiseln - während Polizeikreise von sieben Geiseln sprachen, war in einer Mitteilung der Stadtverwaltung von "sechs Personen" die Rede. Kurz darauf ergriff der Mann die Flucht. Die Präfektur twitterte am späteren Abend: "Bewaffneter Raubüberfall Boulevard Masséna in Paris: Einsatz beendet. Sechs Personen herausgekommen. Räuber war nicht mehr am Ort."

Nachdem sie mehrere Stunden in dem Geschäft ausgeharrt hatten, konnten die Geiseln den Laden alle unverletzt unter dem Schutz der Polizei verlassen, wie der Bürgermeister des Stadtbezirks, Jérôme Coumet, nach dem Ende des Einsatzes vor Ort sagte. „Die Leute hatten Angst, dass sich der Räuber noch an Ort und Stelle aufhalte. Das war aber nicht der Fall“, sagte Coumet. Die Pariser Polizeipräfektur bestätigte dies.

Die Umgebung des Reisebüros wurde abgesperrt. Autofahrer wurden per Twitter von der Stadtverwaltung angewiesen, den betroffenen Bereich zu umfahren.

Ein terroristischer Hintergrund wurde zunächst ausgeschlossen. Das Geschäft im Süden von Paris soll bereits schon einmal Ziel eines Überfalls gewesen sein.

dpa/afp

Meistgelesene Artikel

Mehr als 2200 Euro netto im Monat braucht es nicht, um zufrieden zu sein, sagt ein Soziologe
WELT
Mehr als 2200 Euro netto im Monat braucht es nicht, um zufrieden zu sein, sagt ein Soziologe
Mehr als 2200 Euro netto im Monat braucht es nicht, um zufrieden zu sein, sagt ein Soziologe
Ergebnis der heutigen Newsletter-Umfrage
Ergebnis der heutigen Newsletter-Umfrage
These über Corona-Ursprung sorgt für Streit: Drosten und Physiker Wiesendanger vor Gericht
WELT
These über Corona-Ursprung sorgt für Streit: Drosten und Physiker Wiesendanger vor Gericht
These über Corona-Ursprung sorgt für Streit: Drosten und Physiker Wiesendanger vor Gericht
Brisante Long-Covid-Zahlen: Lauterbach weist auf neue Briten-Daten hin
WELT
Brisante Long-Covid-Zahlen: Lauterbach weist auf neue Briten-Daten hin
Brisante Long-Covid-Zahlen: Lauterbach weist auf neue Briten-Daten hin

Kommentare