Einsparungen in Millionenhöhe

Geldnot: Puerto Rico will Gefangene in die USA verlegen

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Aus Kostengründen soll rund ein Drittel der in Puerto Ruco Inhaftierten in die USA überstellt werden. Foto: Felix Kästle

San Juan (dpa) - Als Sparmaßnahme will die Regierung von Puerto Rico mehr als 3200 Inhaftierte in die USA verlegen. Für die Überstellung der ersten 1200 Gefangenen gebe es bereits eine an Gefängnisbetreiber gerichtete Ausschreibung, teilte die puertoricanische Gefängnisbehörde mit.

Man hoffe, bis Mai einen passenden Bieter gefunden zu haben, hieß es. Mit der Schließung von Haftanstalten will die Regierung der Karibikinsel demnach über fünf Jahre hinweg umgerechnet rund 84 Millionen Euro einsparen.

Mit der geplanten Überstellung soll rund ein Drittel der derzeit rund 9600 Inhaftierten die Insel verlassen. Deren Unterbringung schlägt offiziellen Angaben zufolge täglich mit umgerechnet 79 bis 160 Euro pro Person zu Buche. In den USA wäre sie billiger, hieß es.

Die Behörden argumentieren damit, dass die Überstellung der Gefangenen auf freiwilliger Basis erfolgen soll. Kritiker befürchten aber Repressalien gegen diejenigen, die ihre Zustimmung verweigern. Nach Jahrzehnten der Misswirtschaft kämpft Puerto Rico mit einem Schuldenberg von umgerechnet knapp 57 Milliarden Euro.

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