Gericht verhandelt über Streit um Sylter Bordell

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Innenstadt von Westerland auf Sylt: Der geplante Umzug eines Bordells vom Stadtrand in die Innenstadt beschäftigt ein Gericht. Foto: Bodo Marks/Archiv

Wieder erhitzt ein Bordell die Gemüter auf Sylt. Der Neubau eines Etablissements ist gescheitert, doch auch den Umzug eines Bordells wollen einige Inselbewohner nicht hinnehmen.

Niebüll/Sylt (dpa) - Der geplante Umzug eines bereits existierenden Bordells vom Stadtrand in die Innenstadt von Westerland auf Sylt beschäftigt heute ein Gericht.

Anwohner auf der Nordseeinsel wehren sich dagegen, weil sie Beeinträchtigungen fürchten. Die "Schankwirtschaft", wie es offiziell heißt, möchte in Sichtweite des Rathauses in ein Apartmenthaus ziehen, das gerade saniert wird.

Ende September hatte das Amtsgericht Niebüll in Schleswig-Holstein einen einstweiligen Verfügungsantrag auf Baustopp zurückgewiesen. Dies sei aber keine Vorentscheidung in der Sache gewesen, sagte eine Gerichtssprecherin damals. Jetzt soll im Hauptsacheverfahren geklärt werden, ob der Einzug des Bordells möglich ist.

Vor gut eineinhalb Jahren scheiterte ein Bordellbetreiber aus Süddeutschland am Widerstand der Sylter, ein Edelbordell in Westerland zu eröffnen. Der Streit um diese Neuansiedlung hatte Anfang 2014 sogar die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer (72) auf den Plan gerufen. Sie bot der damaligen Bürgermeisterin Petra Reiber ihre Unterstützung im Kampf gegen das Etablissement an.

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