Auf Hamburger Reperbahn

Randalierer bewerfen Davidwache mit Steinen

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Ein Polizeifahrzeug mit zerstörten Scheiben wird am 20.12.2013 von einem Abschleppwagen vor der Davidwache in Hamburg abtransportiert.

Hamburg - Splitternde Scheiben, brennende Mülltonnen: Auf der Hamburger Reeperbahn haben 300 Vermummte die Davidwache angegriffen. Der „Spuk“ dauerte bis in die Morgenstunden.

Mehr als 300 vermummte Randalierer haben auf der Hamburger Reeperbahn die Davidwache und davor parkende Polizeiautos mit Steinen beworfen. Sieben Streifenwagen wurden dabei so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten, wie die Polizei am Samstagmorgen mitteilte.

Rund 300 Randalierer haben am Freitagabend auf der Hamburger Reeperbahn die Davidwache und davor parkende Polizeifahrzeuge mit Steinen beworfen.

Die Polizei war am Freitagabend mit 150 Beamten ausgerückt, um den Bereich um die Davidwache zu sichern. Die Randalierer zogen daraufhin weiter und verteilten sich in den angrenzenden Straßenzügen. Dort setzten sie Mülltonnen in Brand und warfen die Scheiben einer Sparkassenfiliale ein.

Polizei hat die gesamte Innenstadt zum "Gefahrengebiet" erklärt

„Gegen 3.00 Uhr morgens war der Spuk vorbei“, sagte ein Polizeisprecher. Vier Randalierer wurden in Gewahrsam genommen. Wie hoch der Schaden ist, konnte der Sprecher am Morgen noch nicht sagen. Auch die Hintergründe der Ausschreitungen waren zunächst noch unklar.

Mehrere tausend Menschen wollen am Samstag für den Erhalt des linken Kulturzentrums „Rote Flora“ im Hamburger Schanzenviertel auf die Straße gehen. Aus Sorge vor Krawallen hat die Polizei die gesamte Innenstadt zum „Gefahrengebiet“ erklärt. Zwischen 14 und 23 Uhr können Beamte dort ohne konkreten Verdacht Menschen durchsuchen oder in Gewahrsam nehmen sowie Platzverweise erteilen. Alle Bürgerschaftsfraktionen hatten zuvor parteiübergreifend zum friedlichen Protest aufgerufen.

dpa

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