Schatzsucher in Polen

Historiker hält Goldzug für Legende

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In unterirdischen Tunneln in Polen vermuten zwei Hobbyhistoriker einen Gold-Zug der Nazis.

Warschau - Seit Tagen häufen sich die Meldungen über einen bislang unentdeckten Nazi-Goldzug in Polen. Die Suche dürfte nach Meinung eines Experten allerdings erfolglos bleiben.

„Der Goldzug scheint eine Legende zu sein“, sagte Historiker Tomasz Glowinski von der Universität Wroclaw (Breslau) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Es mangele auch an wissenschaftlich anerkannten Beweisen dafür, dass beim niederschlesischen Walbrzych (Waldenburg) überhaupt ein unterirdischer Tunnel existiert habe. „Außerdem wäre ein Zug ungeeignet dafür gewesen, heimlich Schätze in Sicherheit zu bringen.“

Jahrzehntealten Gerüchten zufolge versteckten die Nazis gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in einem Zug Kriegsbeute vor der heranrückenden Sowjetarmee. Die Hobbyhistoriker Andreas Richter und Piotr Koper wollen diesen Zug auf Bodenradarbildern entdeckt haben. Seit mehreren Tagen laufen die Grabungsarbeiten am Bahnkilometer 65 der Strecke zwischen Wroclaw und Walbrzych - bisher blieben sie ohne Durchbruch.

dpa

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