Hornschlitten-Rennen: mit 90 Sachen ins Tal

Garmisch-Partenkirchen - Mit bis zu 90 km/h auf altertümlichen Holzschlitten ins Tal – 380 Wagemutige stürzten sich bei den 42. bayerischen Meisterschaften im Hornschlitten-Rennen die Piste hinab.

Hier geht die Schlitten-Post ab, mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 90 Stundenkilometern auf diesen altertümlichen Holzgefährten. Am Donnerstag standen in Garmisch-Partenkirchen die 42. bayerischen Meisterschaften im Hornschlittenrennen an, und Hunderte kamen, um teilzunehmen: "Wir sind ein Team aus vier Bootsbauern. Wir Bootsbauer haben bei uns in der Werkstatt nach Feierabend mit einem Tragel Bier zwei wunderbare Schlitten gebaut und jetzt gehen wir hier an den Start und mischen die Garmischer auf." "Naja, dazu muss man kameradschaftlich miteinander umgehen." Seinen Namen hat der Hornschlitten von der Form seiner Kufen, die dem Horn einer Gemse ähnlich gebogen sind. Früher transportierten die Bauern damit Heu und Holz von der Alm ins Tal.

Heute gelten andere Ziele: "Wir wollen zumindest Vorletzter werden, weil der Letzte kriegt nicht mal einen Schnaps." Und dieser Tourist aus Australien sagt: "Ich liebe es, liebe es. Es ist nicht wahr. Man kommt nach Bayern und macht etwas Verrücktes wie das hier, es ist einfach nicht wahr. Australier lieben verrückte Sachen. Ich habe gehört, dies sei das Verrückteste was man machen kann, also, los geht's. Lass uns Spaß haben." Wie einst führte die halsbrecherische Strecke entlang der Kante der Partnachklamm - eine rund ein Kilometer lange Eispiste mit einer Höhendifferenz von 160 Metern. Der Streckenrekord liegt bei 1:25 Minuten. Doch auch, wer stürzte, konnte hier sagen - der Weg ist das Ziel, und so oder so hatten sich die Rodler ihre Hörner mit Winterfreude etwas abgestoßen.

Rubriklistenbild: © dpa

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