125.000 Amerikaner ohne Strom

„Isaac“ zu Tropensturm herabgestuft

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Hurrikan "Isaac" verwandelte den See Pontchartrain in tosende Wassermassen.

New Orleans - Hurrikan „Isaac“ hat am Mittwochabend an Stärke verloren und ist wieder zu einem Tropensturm herabgestuft worden. Dennoch bleibe er weiter gefährlich, warnten Meteorologen.

Mit Windgeschwindigkeiten von 112 Kilometern pro Stunde sowie starkem Regen und Sturmböen zog „Isaac“ über den US-Staat Louisiana hinweg. Sein Zentrum befand sich 80 Kilometer west-südwestlich von New Orleans. Etliche Anwohner waren in ihren Häusern oder Autos eingeschlossen. Rettungskräfte versuchten, auf Booten zu Menschen durchzudringen, die in sumpfigen Buchten im ländlichen Louisiana festsaßen.

Spektakuläre Bilder der Naturgewalten

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In New Orleans verhängte Bürgermeister Mitch Landrieu wegen herabgefallener Stromkabel und der allgemein unsicheren Lage am Mittwoch eine von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geltende Ausgangssperre. Meteorologen warnten vor einer anhaltenden Lebensgefahr durch Sturmfluten und Überschwemmungen.

Örtliche Behörden erwägen, am östlichen Ufer des Bezirks Plaquemines Parish ein Loch in einen Damm zu schneiden, um das Deichsystem zu entlasten, wie Louisianas Gouverneur Bobby Jindal in Baton Rouge mitteilte. So seien vermutlich bis zu 40 Bewohner der Gegend auf Rettungskräfte angewiesen. Aus Sorge vor Sturmfluten ordneten die Behörden von Plaquemines Parish bereits die Zwangsräumung des Westufers des Mississippi an. Rund 3.000 Menschen sind davon betroffen.

Naturkatastrophen: Das sind die gefährlichsten Länder der Erde

Naturkatastrophen: Das sind die gefährlichsten Länder der Erde

Der WeltRisikoIndex zeigt an, in welchen Ländern das Katastrophenrisiko besonders hoch ist, wobei nicht nur die Gefahr durch Naturkatastrophen in den Blick genommen wird, sondern auch der Entwicklungsstand der Gesellschaft. Auf Platz 10: Der Inselstaat Timor-Leste in Südostasien. In dem bitterarmen auch ein erhöhtes Risiko für Tsunamis und Erdbeben. © dpa
Den neunten Platz belegt El Salvador - das Land wird häufig von Naturkatastrophen wie etwa Erdbeben heimgesucht. Auch Vulkanausbrüche erschweren der Bevölkerung das Leben. © dpa
Laut dem WeltRisikoBericht gehört auch Kambodscha zu den gefährlichsten Ländern der Welt - in dem Entwicklungsland kommt es oft zu Tropenstürmen und Überschwemmungen. Daher ist Kambodscha auf Platz 8 der gefährlichsten Länder der Erde. © dpa
Auf Platz 7: Costa Rica. Hier herrscht Gefahr durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Hurrikane, wegen der es auch zu Überschwemmungen kommen kann. © dpa
Den sechsten Platz belegen die Salomonen. Der Inselstaat im Pazifik wird häufig von Erdbeben und Tsunamis erschüttert. © dpa
Auf Platz 5: Bangladesch. Das Entwicklungsland wird kontinuierlich von Unwettern heimgesucht und ist stark erdbebengefährdet. © dpa
Auf Platz 4 der Liste ist Guatemala - in dem Land besteht eine erhöhte Gefahr für Wirbelstürme. Außerdem gibt es in dem Entwicklungsland 25 aktive Vulkane. © dpa
Den dritten Platz der Statistik belegen die Philippinen. Der Inselstaat ist häufig von Taifunen oder Erdbeben betroffen. © dpa
Der Inselstaat Tonga ist auf Platz zwei der gefährlichsten Länder. Er wird häufig von verheerenden Naturkatastrophen wie Erdbeben heimgesucht. © dpa
Den traurigen ersten Platz belegt Vanuatu - der Pazifikstaat leidet unter dem Klimawandel und Naturkatastrophen wie Erdbeben und Stürmen. © dpa

Vor genau sieben Jahren hatte der verheerende Hurrikan „Katrina“ die Region heimgesucht. „Isaac“ war deutlich schwächer als „Katrina“, bei dem damals 1.800 Menschen ums Leben kamen.

Welche Schäden „Isaac“ anrichtete, war zunächst nicht klar. „Das wird schlimm werden“, sagte der Leiter der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA. Einsatzkräfte würden ausrücken, sobald das Wetter es zulasse. Die Behörden zeigten sich aber zuversichtlich, dass die Auswirkungen von „Isaac“ angesichts der getroffenen Vorkehrungen und Verbesserungen am Deichsystem nicht so verheerend sein werden wie bei „Katrina“.

dapd

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