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Omikron: Schon wieder? So schnell und oft können Menschen wieder Corona haben

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Von: Dominik Jahn

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Omikron-Variante: Eine schnelle und weitere Infektion ist nicht selten. Wissenschaftler nennen jetzt auch wichtige Schutz-Kombination.

Noch immer sorgt die Omikron-Variante des Coronavirus für hohe Infektionszahlen. Wer aktuell ein Unwohlsein verspürt sollte auf erste Anzeichen achten. Wie echo24.de* berichtet hat, spielt die Inkubationszeit bei Omikron eine entscheidende Rolle*. Wie Experten jetzt erklären, ist zudem eine zurückliegende Infektion kein Schutz. Es gibt besondere Faktoren, die darüber entscheiden, wie oft und schnell man sich erneut mit dem Virus anstecken kann.

Laut einem Bericht des Focus sind mit 3,5 Millionen aktiven Fällen die Infektionszahlen so hoch wie nie in der Pandemie. Und auch die Diskussion, ob Patienten an und mit dem Coronavirus versterben, scheint kein Ende zu finden – dabei beantwortet eine Erhebung die Frage nun.

Für einen besseren Schutz, gerade vor Omikron, setzten zahlreiche Pharmaunternehmen inzwischen verstärkt auf die Herstellung spezieller Impfstoffe gegen die Corona-Variante - Kritik kommt dabei aber aus den Reihen der Forscher*. Ergebnisse bleiben zudem noch aus. Und jetzt erklärte ein Experte die mangelhafte Schutzwirkung einer Corona-Infektion gegen die Omikron-Variante. Der Genesenen-Status reicht demnach nicht aus.

Omikron: Ältere Infektion schützt nicht - Experte erklärt Grund

In einem Bericht der Tagesschau wird Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie mit der entscheidenden Aussage zitiert: „Doch genauso wie die Impfstoffe, die ja auf dem ursprünglichen Virus basieren, nicht so gut gegen Omikron schützen, schützt jetzt auch eine Infektion mit einer früheren Variante nicht so gut gegen Omikron.“

Virologe Christian Drosten geht in einem NDR-Podcast sogar davon aus, dass auch eine Omikron-Infektion nicht vor einer erneuten Infektion mit der Corona-Variante schützt. Besonders Ungeimpfte seien demnach einem erhöhten Risiko einer erneuten Erkrankung ausgesetzt.

Alpha- und Delta-Infektion: Bei Omikron nur 20 Prozent Schutz

Wie Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, im Tagesschau-Bericht erklärt, ging man nach einer Infektion von einem Schutz aus, der „im Vergleich zu einer Impfung immerhin noch zu etwa 80 Prozent und das für einen ordentlichen Zeitraum von etwa neun bis zehn Monate“ anhält.

Jetzt äußert sich Watzl zum aktuellen Stand mit der Omikron-Variante des Coronavirus. Dem Artikel zur Folge sieht er beim Kontakt mit Omikron einen starken Abfall der Schutzwirkung durch frühere Infektionen - besonders bei den Varianten Delta und Alpha. Sie schützen demnach nur noch zu 20 bis maximal 40 Prozent vor einer Infektion mit der aktuellen Variante.

Faktoren, die für erneute Omikron-Infektion verantwortlich sind

Experten gehen von bestimmten Faktoren aus, die dafür verantwortlich sind, wie oft und wie schnell man Omikron wieder bekommen kann. Das Robert-Koch-Institut (RKI) nennt dabei Eckpunkte:

Das Risiko einer erneuten Omikron-Infektion hängt nach dem Wissensstand der Experten davon ab, wie heftig die erste Infektion mit dem Virus ausgefallen ist. Laut Tagesschau gehen die Wissenschaftler davon aus, „dass bei einer Infektion die Stärke der Immunantwort mit der Stärke der Symptome korreliert: Je milder der Verlauf, desto weniger Antikörper bilden sich, beziehungsweise desto schneller bauen sich diese auch wieder ab“. Die Immunität gegen eine weitere Infektion fällt weg.

Milder Verlauf bei Omikron ist ein Problem

Immer ist zu hören, dass der Verlauf bei einer Omikron-Infektion deutlich milder ausfällt, als bei Alpha oder Delta. Und hier liegt das Problem. Es werden in der Regel weniger Antikörper gebildet. Außerdem spricht Watzl im Tagesschau-Artikel über den Umstand, dass „zwei Varianten von Omikron im Umlauf sind“.

Carsten Watzl: „Und diese beiden sind offenbar unterschiedlich genug, dass wir uns kurz nacheinander auch mit beiden anstecken können.“ Wie das RKI zuletzt gemeldet hat, ist die Omikron-Variante BA.2* dominierend in Deutschland. Sie macht 81 Prozent der Neuinfektionen aus. Die BA.1-Variante werden dadurch immer weiter verdrängt. Der Unterschied: Die neue Omikron-Form kann wohl noch leichter „in die Zellen der oberen Atemwege eindringen und sich dort vermehren“.

So schnell kann man sich wieder mit Omikron infizieren

Über die Zeitspanne, in der es zu einer Omikron-Reinfektion kommen kann, gibt es derzeit noch keine genauen Angaben. Im Focus-Beitrag dazu wird laut einer Studie aus Südafrika allerdings über Meldungen berichtet, wonach infizierte Kinder schon „innerhalb von 30 Tagen wieder infiziert waren, nachdem sie zwischenzeitlich negativ getestet worden waren“.

Mit Omikron kann man sich leider nicht nur einmal anstecken. Entscheidend sind vier Faktoren.
Mit Omikron kann man sich leider nicht nur einmal anstecken. Entscheidend sind vier Faktoren. (Symbolbild) © Christin Klose/dpa

Eine Studie aus Österreich zeigt zudem, dass eine Omikron-Infektion eben nicht nur eine schnelle erneute Ansteckung zur Folge haben kann, auch gegen andere Varianten des Coronavirus können die Abwehrkräfte danach fast nichts mehr ausrichten.

Omikron-Schutz: Experten nennen optimale Kombination

Gegenüber der Zeit (Artikel hinter Bezahlschranke) spricht Christine Falk, Leiterin des Instituts für Transplantationsimmunologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, über die Ergebnisse der Studie aus Österreich. Auch für Falk ist eine Erst-Corona-Infektion mit der Omikron-Variante denkbar ungünstig für die Betroffenen.

Helfen könnte laut einer Gruppe von Münchner Virologen der „dreimalige Kontakt“ mit dem Spike-Protein. Dem Focus-Bericht nach haben die Wissenschaftler in einer Studie festgestellt, dass damit „eine gute Immunantwort gegen alle bisherigen Corona-Varianten inklusive Omikron“ aufgebaut werden kann. Dreifach-Impfung oder Kombination aus Impfung und Infektion - wie, sei dabei egal. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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