Iran schränkt "westliche" Studiengänge ein

Teheran - Die iranische Regierung hat zwölf Studiengänge beschränkt, die nach Ansicht der Führung "westlich" geprägt und daher unvereinbar mit islamischen Lehren sind.

Betroffen sind unter anderem Frauenstudien, Menschenrechte, Jura, Philosophie, Management und Politikwissenschaft, wie ein Vertreter des Bildungsministeriums am Sonntag im Rundfunk weiter erklärte. Die Beschränkungen hindern die Universitäten daran, neue Institute in den genannten Studiengängen zu gründen. Außerdem soll der Lehrplan in Dutzenden Universitäten im ganzen Land überprüft werden.

Der Schritt ist offenkundig eine Reaktion auf Sorgen des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei, diese Studien könnten zu Zweifeln an der Religion führen. An den iranischen Universitäten sind im Bereich Gesellschafts- und Geisteswissenschaften rund 3,5 Millionen Studenten eingeschrieben. Studenten spielten bei den massiven Protesten der Opposition gegen die Wiederwahl des Hardliners Mahmud Ahmadinedschad zum iranischen Präsidenten im vergangenen Jahr eine zentrale Rolle.

dapd

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