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Obwohl Anwohner in letzter Sekunde klagte: Open-Air-Festival darf stattfinden

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Von: Thomas Kemmerer

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Die Bühne bei Jeck im Sunnesching in Bonn.
2022 findet in Bonn wieder Jeck im Sunnesching statt (Archivbild) © Robin Böttcher/Jeck im Sunnesching

In der Bonner Rheinaue soll am Samstag „Jeck im Sunnesching“ gefeiert werden – mit vielen Bands und zehntausenden Zuschauern. Ein Anwohner wollte das aber in letzter Sekunde verhindern.

Update vom 25. August 2022, 14:51 Uhr: Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden: Das Festival „Jeck im Sunnesching Bonn“ darf in der Rheinaue stattfinden. Es wies damit den Eilantrag eines besorgten Anwohners ab.

Bonn – Es ist ein Fall, dessen gewisse Dramatik Menschen außerhalb des Rheinlands vermutlich nur schwer nachvollziehen können: Wenige Tage vor dem jecken Festival „Jeck im Sunnesching Bonn“, steht die beliebte Open-air-Veranstaltung in der Bundesstadt mit zehntausenden Feiernden vor dem Aus.

Ein Anwohner der Rheinaue, wo die Sause am Samstag steigen soll, hat einen Eilantrag gestellt: Er klagt gegen die Stadt Bonn, die „Jeck im Sunnesching 2022“ genehmigt hat. Sein Problem: die Musik, die Menschen – der Lärm. Das ist ihm alles zu viel.

Die Stadtverwaltung um Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner sieht sich im Recht. Gegenüber dem Verwaltungsgericht argumentiert die Behörde, dass jede Kommune nach dem Freizeitlärmerlass des Landes Nordrhein-Westfalen jährlich bis zu 18 sogenannte „seltene Ereignisse“ durchführen darf.

Das ist „Jeck im Sunnesching“

Entscheiden muss nun das Verwaltungsgericht – und das sitzt ausgerechnet in der Karnevalshochburg Köln. Dort findet übrigens auch eine „Jeck im Sunnesching“-Sause (Jugendpark, Köln-Mülheim) statt, eine Woche später am 3. September 2022. (kem)

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