Drama im Sauerland

Junge verliert Bein bei Unfall auf Rodelbahn - jetzt reagiert der Freizeitpark

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Die Sommerrodelbahn Alpine Coaster Trapper in Bestwig. Foto: Fort Fun

Auf einer Sommerrodelbahn hat ein Junge (12) während der Fahrt ein Teil seines Beines verloren. Nach dem schockierenden Unfall im Herbst reagiert der Freizeitpark. 

Bestwig - Ein Ausflug in den Freizeitpark Fort Fun endete für einen Zwölfjährigen im vergangenen Oktober tragisch. Auf der Rodelbahn "Trapper Slider" wurde dem Jungen ein Teil seines Beines abgerissen. Ein Fuß war zwischen den Schlitten und die Schienen der Rodelbahn geraten. 

Die Staatsanwaltschaft hatte nach eine Untersuchung des Unfalls beauftragt, berichten Medien. Dabei seien keine Mängel an der Bahn oder den Schlitten festgestellt worden, heißt es. Der Betreiber des Freizeitparks Fort Fun habe sich trotzdem entschlossen Maßnahmen an der Rodelbahn zu ergreifen. Um die Sicherheit zu erhöhen habe der "Trapper Slider", laut wp.de, besser Anschnallgurte, Bremshebel und Gurtschlossverriegelungen erhalten.   

Die Meldung vom 8. Oktober 2017 lesen Sie hier:

Junge verliert Teil seines Beines bei Unfall auf der Rodelbahn

Das Bein sei in der Mitte des Unterschenkels abgetrennt worden, teilte der Betreiber des Freizeitparks Fort Fun Abenteuerland in Bestwig auf seiner Homepage damals mit.

Nach den DRK-Helfern trafen Rettungsdienst und Notarzt an der Unfallstelle ein und übernahmen die Versorgung des Zwölfjährigen. Das Kind wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Gelsenkirchen geflogen.

"Das Team des Freizeitparks Fort Fun Abenteuerland ist sehr betroffen", erklärte der Betreiber. In Gedanken sei man bei dem Kind und seinen Eltern. Wie alle Fahrgeschäfte des Parks unterliege die Rodelbahn Trapper Slider strengen Sicherheitsauflagen und werde durch den Tüv regelmäßig kontrolliert.

Die Rodelbahn bleibe nach dem tragischen Unfall vorerst geschlossen. Die Polizei äußerte sich am Sonntag noch nicht dazu, wie genau es zu dem Unglück kommen konnte. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauerten an, hieß es in der Leitstelle der Kreispolizeibehörde des Hochsauerlandkreises.

Der Unfall ist nicht der erste auf einer Sommerrodelbahn in NRW - und auch nicht in diesem Freizeitpark. Im Juni 2000 verunglückte auf einer heute nicht mehr existierenden Sommerrodelbahn ebenfalls im Fort Fun ein siebenjähriger Junge. Wegen eines kaum zu erkennenden Risses in der Fahrrinne wurde dem Kind damals fast der Arm abgetrennt. Das Gliedmaß konnte später wieder angenäht werden. Diese Bahn war von dem Freizeitpark 2003 stillgelegt worden.

Freizeitpark Fort Fun in Bestwig. 

Auf einer Sommerrodelbahn in Bottrop war es 2009 gleich zu zwei Unfällen gekommen. Im Juni 2009 fiel ein Mann bei voller Fahrt aus dem Schlitten. Er verletzte sich lebensgefährlich am Kopf. Im Oktober 2009 verletzten sich zwei Besucher, als ihr Schlitten im Auslauf aus der Schiene kippte und 1,20 Meter tief stürzte. Einer der Beiden erlitt schwere Kopfverletzungen.

Zu schnelles Tempo und ein Wasserfilm auf den Magnetbremsen waren die Ursachen für den zweiten Unfall, wie damals Ermittler mitteilten. Die Rodler sollen ungebremst ins Ziel gerast sein, ohne Bremshinweise auf der Strecke zu beachten. Der Wasserfilm habe die Bremsleistung am Ende der Strecke verringert.

Für die DRK-Mitarbeiter ging der Dienst im Freizeitpark Fort Fun Abenteuerland unterdessen weiter. "Wir führen immer Gespräche mit unseren Mitarbeitern und schauen, wie es ihnen nach einem Einsatz geht", erläutert der DRK-Kreisleiter. Die beiden Ersthelfer, die sich um den Zwölfjährigen gekümmert hatten, seien schon am Sonntag wieder in dem Freizeitpark im Einsatz gewesen.

dpa/ml

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