Kampusch: Keine Entschädigung vom Staat

+
Das österreichische Entführungsopfer Natascha Kampusch erhält keine Entschädigung vom Staat. Die Finanzprokuratur habe im Namen des Innenministeriums eine entsprechende Zahlung abgelehnt.

Wien - Das österreichische Entführungsopfer Natascha Kampusch erhält keine Entschädigung vom Staat. Die Finanzprokuratur habe im Namen des Innenministeriums eine entsprechende Zahlung abgelehnt.

Das  teilte Kampuschs Anwalt Gerald Ganzger am Dienstag in einer Presseinformation mit. Kampusch hatte wegen Ermittlungsfehlern in der Zeit nach ihrer Entführung durch Wolfgang Priklopil Ansprüche geltend gemacht. Die heute 23-Jährige nehme diese “ablehnende, menschlich völlig unverständliche, Haltung“ des des Innenministeriums zur Kenntnis, heißt es in der Mitteilung ihres Anwaltes. Ganzger hält daran fest, dass Kampusch, die acht Jahre in der Gewalt ihres Entführers verbrachte, früher hätte befreit werden können.

Grausame Fälle: Verbrechen an Kindern

Grausame Fälle: Verbrechen an Kindern

Unter anderem sei der Hinweis eines Polizeibeamten auf ihren tatsächlichen Entführer Wolfgang Priklopil ignoriert worden. Das Innenministerium argumentierte nach Angaben des Anwalts, es habe kein “dringender Tatverdacht“ gegen Priklopil bestanden. Kampusch war als Zehnjährige auf dem Weg zur Schule entführt worden. Erst im Sommer 2006 gelang ihr die Flucht aus ihrem Kellerverlies.

dpa

Meistgelesen

Nach Angriff auf Soldaten: Mann am Pariser Airport getötet
Nach Angriff auf Soldaten: Mann am Pariser Airport getötet
Schrecklicher Fund in Wohnung: Berliner Polizei sucht diesen Mann
Schrecklicher Fund in Wohnung: Berliner Polizei sucht diesen Mann
Video
Russischer Waschbär nach Dreh mit diesem Model brustfixiert
Russischer Waschbär nach Dreh mit diesem Model brustfixiert
Geiselnahme in Berlin-Neukölln beendet - Polizei überwältigt Mann
Geiselnahme in Berlin-Neukölln beendet - Polizei überwältigt Mann

Kommentare