Karibisches Inselparadies ist Domino-Weltmeister

Suchumi - In der russischen Krisenregion Abchasien fanden in den vergangenen Tagen die Weltmeisterschaften im Domino statt. Gewonnen hat ein Land, das eher für Cocktails und tolle Badestrände bekannt ist.

Die besten Domino-Spieler kommen aus der Karibik: Die Dominikanische Republik hat die Weltmeisterschaft mit den kleinen Steinen gewonnen. Die Mannschaft gewann das Turnier in der von Georgien abtrünnigen ehemaligen Kriegsregion Abchasien. Auch im Einzelwettbewerb siegte ein Spieler der Inselrepublik. “In diesen Ländern wird Domino von Kindesbeinen an gespielt, die sind schwer zu schlagen“, sagte der Chef des russischen Verbandes, Wladimir Borsow, am Freitag in der Hauptstadt Suchumi am Schwarzen Meer nach Angaben des russischen Staatsfernsehens.

Es war der erste internationale Wettbewerb in Abchasien, das etwa halb so groß ist wie Schleswig-Holstein. Lediglich die Schutzmacht Russland, Venezuela, Nicaragua sowie die Pazifik-Inseln Tuvalu, Nauru und Vanuatu erkennen das Gebiet als unabhängig an. Georgien hatte gegen die WM-Vergabe scharf protestiert. Tiflis hatte die Kontrolle über Abchasien sowie das ebenfalls abtrünnige Südossetien durch einen blutigen Krieg gegen Russland im August 2008 endgültig verloren.

Insgesamt waren bei dem dreitägigen Turnier etwa 200 Spieler aus 25 Ländern am Start. Ausgelobt waren 100 000 US-Dollar Preisgeld.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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