Katholischer Pfarrer verbietet Yoga-Kurse

London - Yoga ist in - auch im britischen Southampton. Ein katholischer Pfarrer hat dort jetzt aber Yoga-Kurse in seiner Kirchengemeinde verboten. Seine Begründung stößt bei vielen auf Unverständnis.

Die Kurse seien als „spirituelles Yoga“ angepriesen worden und deshalb in einer katholischen Einrichtung nicht passend, erklärte Pfarrer John Chandler. Yoga sei nicht christlichen, sondern hinduistischen Ursprungs. „Auf der einen Seite sagen wir unseren Gläubigen: "Seid stark in Eurem Glauben.", führte der Pfarrer aus. Auf der anderen Seite gebe es aber Angebote in der Kirche, die anderen Religionen entsprängen. Das passe nicht zusammen. „Aber wir sagen nicht, dass Yoga schlecht oder falsch ist“, ergänzte er.

Die Kursleiterin zeigte sich entsetzt. „Ich habe niemals irgendwo gehört, dass Religion beim Yoga irgendein Thema gewesen wäre“, sagte Cori Withell (37).

Ein Sprecher der Diözese in Portsmouth bekannte, es gebe „ein Problem mit Yoga“. Es sei nicht möglich, katholische Einrichtungen für Aktivitäten anderer Religionen zu nutzen und Yoga könne als hinduistische Meditation oder Entspannung gesehen werden. Die Entscheidung sei aber jedem Gemeindepriester selbst überlassen, eine einheitliche Linie gebe es nicht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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