Haustür unverschlossen - Zwei Schwestern nachts getötet

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In diesem Haus spielte sich das Drama ab.

Krailling - Der rätselhafte Kindermord in Krailling - es werden nach und nach immer weitere grausige Details bekannt. Klar ist nun aber: Es gibt keinen sexuellen Hintergrund.

Die kleine Gemeinde Krailling im Landkreis Starnberg steht unter Schock, nachdem am Donnerstag in der Früh Chiara (8) und Sharon (11) tot in ihren Zimmern in einem Mehrfamilienhaus in der Margaretenstraße gefunden worden waren.

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Bei der Pressekonferenz am Freitag Vormittag hieß es, dass sexuelle Hintergründe der Tat nach der Obduktion ausscheiden. Es wurden aber "vielfältige Gewalteinwirkungen verschiedener Art an beiden Tatopfern festgestellt, bei denen auch das am Tatort aufgefundene Messer eine Rolle spielt". Wie am Donnerstag bereits berichtet wurde, sollen die Mädchen erschlagen und erstochen worden sein.

Die Polizei bestätigte, dass die Kinder alleine zu Hause gewesen sind. Die Wohnungstür war nicht verschlossen, die Haustüre ist von der Art, dass sie jeder öffnen kann. Einbruchspuren gibt es somit keine. Nach Angaben der Polizei gibt es bislang keine Hinweise der Nachbarn. Niemand will etwas gehört oder gesehen haben.

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Nach Informationen von Polizei und Staatsanwaltschaft, hat die Kneipe Schabernack, in der Anette S., die Mutter der Kinder, zusammen mit ihrem Freund und Besitzer der Kneipe, Klaus O., am Donnerstagabend gewesen sind, um 1 Uhr geschlossen. Die 41-jährige Mutter war zusammen mit Klaus O. noch bis gegen 4.40 Uhr in der nur 100 Meter von der Wohnung entfernten Kneipe. Als die beiden nach Hause kamen und den schrecklichen Fund machten, verständigten sie sofort die Polizei. Die Beamten, die fünf Minuten später am Tatort waren, führten noch Wiederbelebungsmaßnahmen durch, auch der Notarzt versuchte noch, die Mädchen zu reanimieren. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten jedoch nicht, dass beide oder eines der Mädchen noch gelebt haben, als Rettungskräfte eintrafen. Auch zum Todeszeitpunkt kann noch keine Angabe gemacht werden.

Zwischenzeitlich hat die Münchner Polizei eine Sonderkommission mit dem Namen „Margarete“ eingerichtet. Die bisherigen Ermittlungen ergaben noch keinen Tatverdacht. Sie werden in alle Richtungen geführt und dauern an.

Der leibliche Vater der Kinder, Sven von G., scheidet offenbar als Tatverdächtiger aus. Er soll zur fraglichen Zeit in Hamburg gewesen sein und hat somit ein Alibi. Zudem soll er wieder ein sehr gutes Verhältnis zu seiner ehemaligen Frau, Anette S., und seinen beiden Kindern gehabt haben.

Das Bayerische Landeskriminalamt hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt. 

Bei manchen Menschen werden nun Erinnerungen an den Fall Vanessa in Augsburg wach. Das zwölfjährige Mädchen war ein Zufallsopfer. Der Mörder, selbst erst 19 Jahre alt, war an Fasching 2002 mit einer Totenkopfmaske verkleidet in des Haus eingedrungen, während die Eltern auf einem Ball waren. Er erstach das schlafende Kind mit einem Küchenmesser - ohne ersichtliches Motiv, offenbar aus reiner Lust am Töten.

Stefanie Wegele

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