Krebsärztin Bach hat sich das Leben genommen

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Krebsärztin soll 13 Menschen umgebracht haben und nahm sich nun selbst das Leben.

Hildesheim - Die des 13-fachen Totschlags angeklagte Krebsärztin Mechthild Bach hat sich mit einer Überdosis Morphium das Leben genommen.

Ursache des Todes der Internistin war nach Angaben des Staatsanwaltschaft Hildesheim eine Infusion von Morphium, die sich die 61-Jährige in der Nacht zum Montag selbst verabreichte. Insbesondere die Auffindesituation des Leichnams lasse diesen Schluss zu, teilte die Ermittlungsbehörde in Hildesheim am Dienstag mit. Mehrere Bekannte der Verstorbenen hätten Abschiedsbriefe erhalten. Im Prozess vor dem Landgericht Hannover wurde der Ärztin vorgeworfen, 13 schwerkranke Patienten durch Überdosen Morphium und Valium getötet zu haben.

Motiv für den Freitod sei den Abschiedsbriefen zufolge das Strafverfahren vor den Landgericht Hannover gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Um ein Fremdverschulden beim Tod der Ärztin mit größtmöglicher Sicherheit ausschließen zu können, habe das Amtsgerichts Hildesheim die Obduktion ihres Leichnams angeordnet. Diese solle noch am (heutigen) Dienstag stattfinden. Zudem setze die Hildesheimer Polizei die Spurensuche im Haus der Verstorbenen fort. Ein Bekannter hatte die Ärztin am Montagnachmittag tot in ihrem Haus aufgefunden.

Der seit Oktober 2009 laufende Prozess gegen die umstrittene Internistin vor dem Landgericht Hannover hatte vergangene Woche eine überraschende Wendung genommen. Das Gericht erklärte in einer Zwischenbilanz, dass in zwei der angeklagten Todesfälle auch eine Verurteilung wegen Mordes in Betracht komme. Bachs Verteidiger Matthias Waldraff sprach von “einer kausaler Verknüpfung“ zwischen der Bilanz des Gerichts und der Hoffnungslosigkeit seiner Mandantin. “Ohne die Zwischenbilanz des Gerichts wäre meine Mandantin noch am Leben“, sagte er. Ihr Gehen sei aber kein Schuldeingeständnis.

dapd

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