Wo sie überall zu sehen war

Kürzeste Mondfinsternis des Jahrhunderts

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Die Mondfinsternis, wie sie rund 100 Kilometer nördlich von Tokyo zu sehen war.

New York - Am Samstag war auf manchen Erdteilen die kürzeste Mondfinsternis des Jahrhunderts zu sehen. Sie dauerte gerade mal fünf Minuten. Eine weitere kurze Mondfinsternis wird schon bald erwartet.

Im Pazifikraum von Japan bis zu den Hügeln von Hollywood haben Neugierige am Samstag eine totale Mondfinsternis bewundert. Die Finsternis, die entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond in einer Reihe stehen und der Schatten der Erde auf den Mond fällt, war in Nordjapan, Teilen Australiens und im Westen der USA zu sehen. Im nordjapanischen Sapporo versammelten sich rund 200 Menschen am Observatorium. "Wir waren so aufgeregt, als der Mond bedeckt und rot wurde", beschrieb ein Mitarbeiter der Sternwarte das Erlebnis. Die Mondfinsternis dauerte allerdings nur fünf Minuten und war damit die kürzeste des Jahrhunderts. Menschen in Europa und Afrika konnten von dem Schauspiel nichts mitbekommen.

So sah die kürzeste Mondfinsternis in Australien aus.

Es war die dritte in einer Serie von vier Mondfinsternissen, die in relativ kurzer Folge zu sehen sind, hieß es von der Nasa: Die erste war vor fast genau einem Jahr, die zweite im September, nach der dritten jetzt soll die vierte und letzte Ende September dieses Jahres zu sehen sein - dann auch in Deutschland, wenn das Wetter mitspielt.

Die meisten Amerikaner dürften die Mondfinsternis am Samstagmorgen (Ortszeit) verpasst haben. Nicht nur, dass sie so schnell vorbei war. Dichte Wolken sorgten in weiten Teilen der USA dafür, dass sich der Mond nicht nur im Schatten der Erde verbarg. In Los Angeles war der rötlich gefärbte Mond am frühen Morgen allerdings klar zu sehen. Das berühmte Observatorium im Griffith Park übertrug das Ereignis live im Internet.

Auch in Australien verhinderten Regen und dichte Wolken, dass die Bewohner von Sydney das Schauspiel bewundern konnten. Weiter südlich in Melbourne gab es dagegen freie Sicht. "Es war genau, wie es sein sollte - ziemlich spektakulär, wenn man das noch nicht gesehen hat", sagte Perry Vlahos von der Astronomischen Gesellschaft von Victoria.

Auch wenn der Mond bei einer totalen Finsternis vollständig im Kernschatten der Erde liegt, ist er noch schwach sichtbar - meist in rötlichen Farben. Manche sehen einen solchen „Blutmond“ als böses Omen. Wissenschaftler lässt das kalt: Der Mond scheint rötlich, weil von den Sonnenstrahlen nur die langwelligen Rotanteile durch die Atmosphäre der Erde kommen.

dpa

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