Prozess

Lena-Mord: Urteil nach Lynch-Aufruf

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Der 18-jährige Angeklagte im Verhandlungssaal des Amtsgerichts in Emden. Er muss sich wegen eines Internet-Aufrufs zur Lynchjustiz an einem irrtümlich Verdächtigtem im Mordfall Lena verantworten.

Emden - Bei Facebook hatte er einen Lynchaufruf gegen einen im Mordfall Lena zu Unrecht beschuldigten Mann gestartet. Dafür wurde der 18-jährige Angeklagte am Mittwoch verurteilt.

Der im Mordfall Lena wegen Aufrufs zur Lynchjustiz angeklagte 18-Jährige muss für zwei Wochen in Dauerarrest. Zudem erhielt er vom Amtsgericht Emden am Mittwoch eine Verwarnung nach Jugendstrafrecht.

Der junge Mann hatte sich zuvor für seine Tat entschuldigt. „Ich habe Bockmist gebaut“, sagte er am Mittwoch zum Prozessauftakt im Jugendschöffengericht Emden. 

Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, am 27. März im sozialen Netzwerk Facebook mit folgenden Worten zur Erstürmung des Polizeikommissariats in Emden und zum Lynchen eines Verdächtigen aufgerufen zu haben: „Aufstand. Alle zu den Bullen. Da stürmen wir. Lasst uns das Schwein tot hauen.“

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Zum Zeitpunkt des Aufrufs auf Facebook befand sich ein 17-Jähriger in Polizeigewahrsam, dessen Unschuld später bewiesen wurde.

dpa/dapd

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